US-Imperialismus und europäische Großmächte im 19. Jahrhundert
Eingeordnet in Sozialwissenschaften
Geschrieben am in
mit einer Größe von 2,6 KB
US-Imperialismus
Ökonomische Gründe
Der US-Imperialismus Ende des 19. Jahrhunderts lässt sich durch das hohe Wirtschaftswachstum der USA und das Ergebnis des großen europäischen Protektionismus erklären.
Ideologische Gründe
- Sozialdarwinismus: Diese Idee fand weite Verbreitung und besagte, dass die USA mit anderen Nationen konkurrieren müssen.
- Monroe-Doktrin: Sie spiegelt die Grundsätze der US-Außenpolitik wider, die von Präsident James Monroe formuliert wurde.
Die Expansion in den Pazifischen Ozean begann mit dem Ziel, neue Märkte in Asien zu erschließen. Der US-Kolonialismus, auch Neokolonialismus genannt, zeichnete sich nicht durch die direkte Eroberung von Gebieten aus, sondern durch eine indirekte Kontrolle:
- Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Länder.
- Unterwerfung einheimischer Regierungen unter US-Interessen.
Nach der Unabhängigkeitserklärung Kubas nahmen die USA Einfluss auf die Insel, um die Unabhängigkeit zu wahren und den Schutz von Leben, Eigentum sowie individueller Freiheit zu gewährleisten.
Thema 6: Demographische Mächte
Großbritannien
Während der Herrschaft von Königin Victoria war England das mächtigste, liberalste und wohlhabendste Land. Die Politik wurde durch zwei große Parteien bestimmt:
- Die Tories: Konservative.
- Die Whigs: Liberale.
In den späten 1890er Jahren wurde die Whig-Partei durch den Modernisierungsprozess der Arbeiterpartei verdrängt. Das liberale System erweiterte das Wahlrecht und führte eine demokratische Bildung ein, mit freier und obligatorischer Schulpflicht für Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren.
Frankreich
Frankreich war die einzige der großen europäischen Mächte mit einem republikanischen Regime. Die Dritte Französische Republik verfügte über zwei Kammern und einen Präsidenten mit legislativen Befugnissen. In dieser Zeit gab es wichtige Impulse zur politischen Demokratisierung:
- Arbeiterparteien wurden legalisiert.
- Das allgemeine Wahlrecht wurde eingeführt.
- Eine kostenlose Schulpflicht bis zum 13. Lebensjahr wurde installiert.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts konsolidierten sich zwei große republikanische Parteien: eine moderate und eine radikale. Im Jahr 1905 wurde die einflussreiche SFIO gegründet, die die Interessen der Arbeiterklasse vertrat. Frankreich bemühte sich zudem, Allianzen mit anderen Mächten einzugehen, um sich gegen das Deutsche Reich abzusichern.