Der US-Imperialismus: Expansion und Kolonialpolitik

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Neue Aufgaben des US-Imperialismus

Das enorme US-Wirtschaftswachstum im späten 19. Jahrhundert brachte Schwierigkeiten bei der Ausfuhr amerikanischer Produkte mit sich. Dies führte zu der Überzeugung, dass neue Märkte und Gebiete gesichert werden mussten.

Sozialdarwinismus und Expansion

Der sogenannte Sozialdarwinismus verbreitete die Idee, dass Amerika heftig mit anderen Nationen konkurrieren müsse, um zu überleben. Der amerikanische Kontinent galt als natürlicher Raum für die Expansion, und die USA sahen sich legitimiert, zur Verteidigung ihrer Interessen einzugreifen.

Die Expansionspolitik orientierte sich an:

  • Der Karibik
  • Mittelamerika
  • Dem südamerikanischen Kontinent
  • Dem Pazifischen Ozean (zur Kontrolle der Beringstraße)

Im Jahr 1867 wurde Alaska von Russland gekauft.

Amerikanischer Kolonialismus und Intervention

Der amerikanische Kolonialismus war durch die Einmischung in innere Angelegenheiten und die wirtschaftliche Unterwerfung fremder Regierungen geprägt. Die Interessen großer US-Unternehmen wurden oft durch direkte Interventionen geschützt.

Der Krieg gegen Spanien im Jahr 1898 brachte den USA die Kontrolle über Kuba und die Philippinen. Nach der Unabhängigkeitserklärung Kubas sicherten sich die Vereinigten Staaten das Recht, einen Marinestützpunkt zu errichten und bei Bedarf einzugreifen, um die „Wahrung der Unabhängigkeit“ zu garantieren.

Organisation der Kolonialreiche

Arten der kolonialen Verwaltung

Die Kolonien wurden nach ihrem Zweck und ihrer Struktur unterteilt:

  • Ausbeutungskolonien: Hatten eine geringe Bevölkerung aus der Metropole und konzentrierten sich auf die Verwertung von Ressourcen.
  • Siedlungskolonien: Wiesen ein starkes Kontingent europäischer Bevölkerung auf, das der indigenen Bevölkerung auferlegt wurde.

Regierungsformen

Abhängig von der Art der Regierung unterschied man:

  • Kolonien: Direkt abhängig von der Metropole, verwaltet durch einen Gouverneur und Beamte.
  • Protektorate: Es existierte eine einheimische Regierung, während die Metropole eine parallele Regierung für Verteidigung und Außenvertretung stellte.
  • Domains: Gebiete mit geringer indigener Bevölkerung, einer weißen Minderheitsregierung und einem eigenen parlamentarischen System.
  • Mandate: Entstanden nach dem Ersten Weltkrieg, um Gebiete der Verlierermächte zu verwalten. Eine Kolonialmacht übte die Aufsicht im Namen des Völkerbundes aus.

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