US-Industrie: Wirtschaftsräume und Strukturwandel
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Wirtschaftsräume und Industriezentren der USA
Die wirtschaftlichen Zentren der USA erstrecken sich von den Großen Seen (Chicago, Detroit) bis nach New York im Nordosten (Manufacturing Belt), geprägt durch die Automobilindustrie und das Bankwesen. In den südlichen Appalachen (Osten) bilden Memphis und Atlanta wichtige Knotenpunkte südlich des Manufacturing Belts für die Getränkeindustrie, Autoindustrie, Logistik und Unterhaltung.
An der Golfküste (Südosten) ist Texas führend in der Ölindustrie und Logistik. Im Nordwesten konzentriert sich Seattle auf Dienstleistungen (Amazon, Microsoft) und die Computerindustrie. In Kalifornien (Westen) stellt das Silicon Valley das globale Zentrum für Dienstleistungen und die Computerindustrie dar.
Entstehung und Bedeutung des Manufacturing Belt
Im 19. Jahrhundert begünstigten reiche Vorkommen von Kohle und Eisenerz die Entwicklung der Eisen- und Stahlindustrie sowie des Maschinenbaus. Die Folge war eine starke wirtschaftliche Abhängigkeit von der Eisen- und Kohleförderung in dieser Region.
Strukturwandel: Vom Stahl zum Dienstleistungssektor
Analyse des Wandels
Nach dem Zweiten Weltkrieg schlossen viele Bergwerke und Stahlwerke. Die Eisenbahn verlor an Bedeutung, während Autos und LKW als Transportmittel wichtiger wurden. Verstärkte Exporte aus dem Ausland und neue Ersatzmaterialien machten dem Stahl Konkurrenz. Dies führte zu einer massiven Umorientierung der Wirtschaftsbereiche hin zu Dienstleistungen (Anstieg von 50 % auf 81 %).
Ursachen und Folgen
Der Niedergang der Eisen- und Stahlindustrie wurde durch neue Konkurrenz (z. B. Aufbau der chemischen Industrie in Cincinnati und Columbus) sowie den Wechsel von der Schiene auf die Straße beschleunigt. Es entstanden neue Industrien wie Elektrotechnik, Elektronik, Feinmechanik und Optik. Neue Dienstleistungsfelder in der Forschung gewannen an Bedeutung, was eine Abwanderung von Arbeitskräften aus der Industrie in den Dienstleistungssektor (von 50 % auf 81 %) zur Folge hatte.
Standortfaktoren im Silicon Valley
Wichtige Standortfaktoren für die Region sind:
- Universitäten und Forschung: Bereitstellung hochqualifizierter Fachkräfte.
- Existierende Industrie: Beispielsweise die Aluminiumverarbeitung.
- Energieerzeugung: Beispielsweise durch den Hoover-Staudamm.
Für Computerunternehmen und Dienstleister im Silicon Valley sind hochqualifizierte Universitätsabsolventen essenziell. Zudem wird enorme Energie für den Betrieb von Computern und für die Herstellung von Hardware (Aluminium) benötigt. Diese drei Standortfaktoren sind im Silicon Valley optimal vereint.
Die USA als industrielle Weltmacht im Ranking
Die globale Vormachtstellung der USA lässt sich durch Spitzenplätze in internationalen Ranglisten begründen:
- 1. Platz: LKW-Industrie, Papierindustrie, Kautschukherstellung, Energieerzeugung.
- 3. Platz: Mineraldünger, Eisenindustrie.
- 4. Platz: Automobilindustrie, Elektronikindustrie.
Vier erste Plätze sowie weitere vordere Platzierungen unterstreichen die wirtschaftliche Bedeutung der USA. Meiner Meinung nach verdeutlichen diese Daten die ungebrochene Wichtigkeit der US-Industrie im globalen Gefüge.