Vegetationszonen und Landschaften der Iberischen Halbinsel

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Laubwald und Heideland

Laubwald: Hohe Bäume mit glatten, geraden Stämmen und großen Blättern, die im Herbst abfallen. Sie bilden große Massen und vereinen mehrere Funktionen. Die Buche verträgt Hitze und Kälte sehr gut und erfordert eine hohe Luftfeuchtigkeit. Sie wächst auf Kalkstein- und Kieselböden, ist recht hart und wächst schnell. Ihr Holz ist von hoher Qualität und wird für Möbel und Utensilien verwendet (Kantabrien, Navarra, Pyrenäen).

Pyrenäen-Eiche: Verträgt keine heißen Sommer, ist weniger kältetolerant und benötigt weniger Feuchtigkeit. Sie wächst langsam und besitzt hartes Holz. Verwendung: Möbel und Schiffsbau (Galicien, Kantabrisches Gebirge).

Landa und Wiesen

  • Landa: Dichte Verbuschung (bis zu 4 Meter Höhe). Artenreich: Heidekraut, Ginster oder Pfriemenginster. Entsteht oft als Degradationsstufe des Laubwaldes (zwischen 1600 und 2000 Metern). Verwendung: Einstreu und Dünger.
  • Wiesen: Reich an krautiger Vegetation und Weiden.

Immergrüner Wald und mediterraner Buschwald

Bäume mittlerer Größe mit ungeraden Stämmen, dicker, rauer Rinde und großen, kugelförmigen Kronen, die Schatten spenden. Die Bäume stehen in einiger Entfernung zueinander.

Typische Arten

  • Steineiche: Charakteristisch für das mediterrane Klima. Resistent gegen Trockenheit und anpassungsfähig an alle Bodenarten. Das Holz ist hart und widerstandsfähig. Verwendungen: Räderbau, Außenschreinerei, Geschirr, Kohleherstellung und Eicheln als Tierfutter (Sierra Morena, Extremadura, Sierra de Guadarrama).
  • Korkeiche: Benötigt milde Winter, etwas Feuchtigkeit und silikatische Böden. Sehr hartes Holz. Verwendung: Schiffsbau, Fassbau und Korkgewinnung (Südwesten der Halbinsel, Andalusien, Katalonien, Castellón).
  • Kiefer: Sekundärwald, angepasst an extreme Kälte, Hitze, Feuchtigkeit und Trockenheit. Wächst auf unterschiedlichen Böden. Verwendung: Harzgewinnung, Bauholz, Möbelherstellung, Zellstoff und Papier.

Die Dehesa

Die Dehesa ist ein lichter Wald aus Stein- und Korkeichen, der die Nutzung von Früchten, Brennholz, Pinselholz und Bauholz kombiniert.

Mediterraner Buschwald

Ergebnis der Schädigung der Wälder durch menschliche Einwirkung:

  • Macchie: Dichte Strauchformation ab 2 Metern Höhe.
  • Garrigue: Niedrige Büsche und Sträucher, die den Boden teilweise freilegen, sodass der Fels sichtbar wird.
  • Steppe: (Semi-aride Region im Südosten der Halbinsel und im Ebro-Tal). Niedrige, dornige, knorrige und diskontinuierliche Sträucher.

Auwälder

Gelegen in Streifen parallel zu Flüssen, in ständigem Kontakt mit dem Wasser. Bestehend aus Arten wie Erlen, Weiden und Pappeln. Weniger feuchtigkeitsliebend: Eschen und Ulmen. Unterholz: Hartriegel, Liguster und Geißblatt.

Vegetation im Gebirge

Die Vegetation variiert je nach Höhe. Man unterscheidet zwischen dem Gebirge und den Pyrenäen:

  • Subalpine Stufe: Bestehend aus Schwarzkiefern und Tannen.
  • Alpine Stufe: Kurze Vegetationsperiode (7 bis 8 Monate Schnee). Geprägt von nacktem Fels, Schutthalden und Moosen oder Flechten an steileren Hängen.

Landschaft der Kanarischen Inseln

Außergewöhnliche Fülle, geprägt durch mediterrane, afrikanische und atlantische Einflüsse. Es lassen sich mehrere Höhenstufen unterscheiden:

  • Basalstufe: Sträucher wie Tabaiba und Cardón.
  • Zwischenstufe (Termocanario): Aufgrund von Passatwinden, Nebel und Kühlung wachsen hier Palmen, Drachenbäume, Wacholder, Faya und Lorbeerwälder.
  • Höhere Stufen: Trockenheit und Kälte prägen die Kanarische Kiefer.
  • Supracanario: Auf Teneriffa und La Palma, mit spärlicher Vegetation und großer floristischer Vielfalt (z. B. Teide-Veilchen).

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