Vegetationszonen in Spanien: Vielfalt und Regionen
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Die Vielfalt der Vegetation in Spanien
Die Vielfalt der Vegetation in Spanien sollte als ein Ort betrachtet werden, der zu den bedeutendsten Naturlandschaften innerhalb des holarktischen Reiches (auch Boreal genannt) gehört. In ihrer Anlage können wir drei Hauptregionen unterscheiden:
Die eurosiberische Region
Diese Region ist eng mit dem feuchten Spanien verknüpft. Sie erstreckt sich hauptsächlich über den gesamten Norden der Halbinsel (Galicisches Massiv, Kantabrisches Gebirge bis hin zu den Pyrenäen), das Zentralsystem sowie einige Gebiete des Iberischen Systems. Innerhalb dieser Region lassen sich zwei Provinzen unterscheiden:
- Atlantische Provinz: Sie tritt in den hohen Zonen der Gebirge auf. Die vorherrschenden Arten sind laubabwerfend: Bis zu 1000 m finden sich Eichen (Pyrenäen-Eiche), über 1000 m dominieren Buchen. Zudem existieren Kastanien, Kiefern und Eukalyptus, die aus Wiederaufforstungen stammen. In degradierten Bereichen werden Bäume durch Sträucher und Wiesen ersetzt. Diese Arten sind sowohl an kieselsäurehaltige als auch an kalkhaltige Böden angepasst.
- Mediterrane Übergangsprovinz: Diese findet sich am Südhang der Pyrenäen und in den niedrigen Lagen des Iberischen Systems. Hier gibt es ein Mischsystem aus atlantischem Wald (Eiche, Kiefer) und mediterranen Einflüssen (wie der Aleppo-Kiefer).
Die mediterrane Region
Dies ist die umfangreichste Region, die den größten Teil der Halbinsel und die Balearen umfasst (typisches Mittelmeerklima). Die Vegetation wird von immergrünen Baumarten wie der Steineiche und der Korkeiche dominiert. In einigen Gebieten finden sich zudem kleine Areale mit autochthonen Pinien oder Wiederaufforstungen (im Norden, an der Küste sowie im Südwesten).
Diese Region ist stark durch die sommerliche Trockenheit bedingt. Da sie mit den wichtigsten landwirtschaftlichen Regionen des Landes zusammenfällt, kam es im Laufe der Jahrhunderte zu einer fortschreitenden Zerstörung der autochthonen Wälder. Die strauchige Vegetation unterscheidet sich je nach Bodentyp.
In Andalusien sticht die Pinsapo-Tanne hervor, ein endemischer Nadelbaum, der in einigen Gebieten der Sierra de Grazalema und der Sierra de las Nieves (nahe Ronda) vorkommt. Ihr Vorkommen ist direkt an zwei Faktoren gebunden: hohe Niederschläge und Resistenz gegen Kälte.
Die kanarische Region
Die kanarische Region zieht durch ihren hohen Grad an Endemismus Aufmerksamkeit auf sich. Es handelt sich um Pflanzen, die nur in konkreten Gebieten auftreten, nachdem sie in anderen, ehemals ausgedehnten Bereichen verschwunden sind. Die Flora ist zudem eine Mischung aus mediterraner und afrikanischer Vegetation.
Charakteristisch ist die höhenstufenartig gegliederte Vegetation:
- Bis 500 m: Dominiert durch Trockenheit und Matorral (Gebüsch).
- 500 bis 1000 m: Ein Wechsel aus Sträuchern und Bäumen in feuchteren Lagen, bekannt als der Laurisilva (Lorbeerwald).
- 1000 bis 2000 m: Kältere und feuchtere Bedingungen, in denen Nadelbäume wie die Kanarische Kiefer erscheinen.
- 2000 bis 3000 m: Erneutes Auftreten von Gebüsch.
- Ab 3000 m (Teide): Vorherrschaft von Fels und permanentem Schnee.
Die westlichen Inseln sind der Feuchtigkeit des Ozeans stärker ausgesetzt und weisen daher mehr Vegetation auf. Die östlichen Inseln stehen unter kontinentalem Einfluss, weshalb die Vegetation dort sehr spärlich ist.