Vegetative Vermehrung und Morphologie der Angiospermen

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Asexuelle Fortpflanzung

Bei der vegetativen Vermehrung von Kormophyten sind bestimmte Organe beteiligt, wie Stolonen, Rhizome, Knollen und Zwiebeln.

  • Läufer (Stolonen): Seitenäste, die sich aus der Basis der Stiele mit horizontalem Wachstum entwickeln. Sie bilden Wurzeln und Knospen, wodurch neue, unabhängige Individuen entstehen.
  • Rhizome: Unterirdische Stämme, die horizontal im Boden wachsen und Reservestoffe speichern. Aus Knospen können oberirdische Stämme entstehen, die Wurzeln schlagen und sich vom Haupt-Rhizom trennen.
  • Knollen: Stark verdickte unterirdische Stämme, die der Nahrungsspeicherung dienen. Sie können sich von der Hauptpflanze trennen und eigenständige Pflanzen bilden.
  • Zwiebeln: Unterirdische Stämme, die mehr oder weniger kugelförmig sind und fleischige, geschichtete Speicherblätter besitzen. Oft bilden sich aus Knospen zwischen den Blättern kleinere Tochterzwiebeln.

Morphologie der Angiospermen

Angiospermen (Bedecktsamer) tragen ihre Geschlechtsorgane in Blüten. Die Blüten der Angiospermen sind vollständig, das heißt, sie besitzen ein Perianth (Blütenhülle), und nach der Befruchtung entstehen Samen und Früchte. Die Blüte besteht aus mehr oder weniger umgewandelten Blättern, die auf einem Blütenboden (einer Erweiterung des Stiels) in floralen Wirteln angeordnet sind. Von außen nach innen sind dies:

  • Kelch (Calyx): Besteht aus Kelchblättern (Sepalen), leicht modifizierten, grünen Blättern.
  • Krone (Corolla): Besteht aus Blütenblättern (Petalen), die meist farbig modifizierte Blätter sind.

Der Kelch und die Krone werden zusammen als Blütenhülle (Perianth) bezeichnet und bestehen aus zwei sterilen Wirteln, deren Aufgabe es ist, die fruchtbaren Wirtel zu schützen und die Bestäubung zu fördern. Wenn Kelch- und Blütenblätter die gleiche Farbe haben, nennt man sie Tepalen.

  • Androeceum: Besteht aus stark veränderten Blättern, den Staubblättern (Stamina). Jedes Staubblatt besteht aus einem dünnen Faden, an dessen oberem Ende sich eine Erweiterung, die Anthere (Staubbeutel), befindet. Jede Anthere hat zwei Theken, die durch eine Rinne getrennt sind, und jede besteht aus zwei Pollensäcken.
  • Gynoeceum: Befindet sich in der Mitte der Blüte und besteht aus stark veränderten Blättern, den Fruchtblättern (Karpellen). Jedes Fruchtblatt besteht aus einem inneren Hohlraum, dem Fruchtknoten (Ovar), der sich in einen schlanken Griffel (Stylus) erweitert und von einer Narbe (Stigma) gekrönt wird. Im Fruchtknoten entwickelt sich die Samenanlage.

Viele Angiospermen haben zwittrige Blüten, da sie sowohl das Androeceum als auch das Gynoeceum in derselben Blüte vereinen.

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