Vergleich: Platon, Descartes und Hume

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Platon: Die Ideenlehre und der ideale Staat

Platon: Bekämpfung des Skeptizismus und Relativismus der Sophisten. Ideenlehre: Dualität zwischen der sinnlichen und der intelligiblen Welt. Die Seele (Psyche) dient als Werkzeug, um die Ideen der Mathematik zu erkennen. Dreiteilung der Seele und des Staates in drei Klassen sowie die Parallelität zwischen ihnen. Präferenz für die Aristokratie als Regierungsform.

Gemeinsamkeiten: Die Ideen hängen mit den allgemeinen Begriffen des Sokratischen Programms zusammen. Aristoteles stimmt mit Platon im Vorrang der Vernunft und der Notwendigkeit, die Triebe zu kontrollieren, überein. Ebenso herrscht Einigkeit bei der Aristokratie als bester Regierungsform. Descartes stimmt mit Platon über die Existenz der Vernunft als Quelle des Wissens überein. Platon wird aufgrund seiner „Republik“ (Politeia) oft des Kommunismus bezichtigt und stimmt in diesem Punkt mit Marx überein.

René Descartes: Rationalismus und Dualismus

Descartes: Hauptvertreter des Rationalismus. Notwendigkeit, eine einheitliche Methode für alle Wissenschaften zu finden, inspiriert von der Mathematik. Entdeckung des Bewusstseins, des Selbst (Cogito) als unbezweifelbares Prinzip. Der Nachweis der Existenz Gottes als Ergänzung zur Existenz des Cogito. Dualismus zwischen Geist (res cogitans) und Ausdehnung (res extensa).

Übereinstimmungen: Er stimmt mit Platon über das Bestehen angeborener Ideen und die Rolle der Vernunft in der Erkenntnis überein. Er entspricht anderen Rationalisten (Leibniz, Spinoza), den Idealisten (Kant und Hegel) sowie Popper; diese Autoren legen großen Wert auf die Vernunft. Augustinus von Hippo kann als Vorläufer von Descartes betrachtet werden, wenn er sagt: „Si fallor, sum“ (Wenn ich mich täusche, bin ich).

David Hume: Empirismus und Skeptizismus

Hume: Er unternahm im Bereich der Geisteswissenschaften das, was Newton im Bereich der Naturwissenschaften getan hatte. Hauptvertreter des Empirismus: Verteidiger der Sinne als Grundlage von Wissen und Moral. Unterscheidung zwischen Eindrücken und Ideen. Die empirische Basis der Wissenschaft liegt in der Gewohnheit. Das moralische Gefühl und die Gerechtigkeit sind konventionell und basieren nicht auf der Vernunft.

Entsprechungen: Er entspricht Locke und anderen Empiristen. Zu den frühen empiristischen Philosophen zählen wir Aristoteles und Epikur. Er stimmt mit Kant und Mill in der konventionellen Natur des Rechts und der Gerechtigkeit sowie in seinen liberalen Ideen überein. Er teilt mit Kant die Ansicht, dass die Mathematik unabhängig von der Erfahrung und daher universell und notwendig ist.

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