Verkehrsinfrastruktur und Kommunikation in Spanien
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1.1 Der Straßenverkehr in Spanien
Der Straßenverkehr bildet den Rahmen für die Zugänglichkeit und die Organisation des Territoriums. Seine Merkmale sind:
- a) Radiales Design: Das Netz ist radial gestaltet, mit dem Zentrum in Madrid. Es verbindet die Hauptstadt mit den wichtigsten Bevölkerungszentren und wirtschaftlichen Aktivitäten in der Peripherie.
- b) Zuständigkeiten: Die Befugnisse für das Netzwerk sind zwischen dem Staat, den Autonomen Gemeinschaften und den Provinzen aufgeteilt.
- Das landesweite Netz umfasst Routen von allgemeinem Interesse.
- Das Netzwerk der Autonomen Gemeinschaften, der Räte, der Comarcas und der Inselgemeinden gewährleistet den Zugang zu allen Siedlungskernen (Population).
- c) Technische Merkmale: Das landesweite Netzwerk ist zufriedenstellend (kein Abschnitt ist schmaler als neun Meter).
- d) Verkehrsaufkommen: Die Straße übernimmt den Großteil des Personen- und Güterverkehrs.
- e) Territoriale Ungleichgewichte: Es bestehen klare Disparitäten in der Dichte. Weiter entwickelte Gemeinschaften (Madrid, Katalonien, Valencia) weisen eine höhere Dichte auf. Die niedrigste Dichte findet sich in Gebieten mit geringerem wirtschaftlichem Status. Die Verkehrsintensität ist in den Regionen Mittelmeer, Kantabrien und Ebro am höchsten. Die Barrierefreiheit ist in Industrie- und Tourismusgebieten am größten.
- f) Strategischer Infrastrukturplan (PEIT): Ein Hochleistungs-Maschennetz verbindet alle Provinzhauptstädte. Dabei werden die Achsen wie die kantabrische Autobahn und die Ruta de la Plata aufgebrochen. Die TERN-Route umfasst den Bau von zwei neuen Trans-Achsen (Bordeaux-Toulouse-Valencia und Barcelona).
1.2 Der Schienenverkehr
Seine Merkmale umfassen drei Netzwerke:
- a) Das spanische Nationalbahnetz (RENFE): Mit 12.808 km im Jahr 2003 wickelt es über 90 % des Schienenverkehrs ab. Vom grundlegenden Netzwerk zweigen folgende Bereiche ab:
- Schmalspurbahn (FEVE/LVEF): Über 2.000 km im kantabrischen Raum.
- Das Hochgeschwindigkeitsnetz (AVE): Mit Geschwindigkeiten von über 250 km/h. Es begann 1992 mit der Eröffnung der Strecke Madrid-Sevilla, gefolgt von Madrid-Barcelona und Madrid-Valladolid.
- b) Technische Kontraste: Die technischen Merkmale weisen ausgeprägte Unterschiede zwischen den Linien auf.
- c) Personen- und Güterverkehr: Der Personenverkehr ist vor allem auf Pendlerverbindungen profitabel. Der Güterverkehr konzentriert sich auf schwere Lasten und hohe Volumina.
- d) Territoriale Ungleichgewichte: Es gibt eindeutige Ungleichgewichte bei der Ausrüstung. Die Wege sind dort am besten ausgebaut, wo wirtschaftlich starke Städte kommunizieren.
- e) Strategischer Plan (PEIT): Dieser räumt dem Schienenverkehr Priorität ein.
1.4 Binnenschifffahrt
Die Binnenschifffahrt ist stark reduziert und konzentriert sich im Wesentlichen auf den Hafen von Sevilla.
1.5 Der Luftverkehr
Der Luftverkehr hat eine schnelle Entwicklung erlebt:
- a) Flughafennetz: Das Netz der Flughäfen ist ziemlich umfangreich.
- b) Transportarten: Es gibt eine breite Palette im Personen- und Güterverkehr. Das Flugzeug ist im Personenverkehr sehr wettbewerbsfähig, während der Güterverkehr durch hohe Kosten limitiert ist.
- c) Hauptflughäfen: Die wichtigsten spanischen Flughäfen befinden sich in den Kernzentren, allen voran Madrid-Barajas.
- d) Strategischer Plan: Ziel ist die Stärkung der ökonomischen Funktionen von Flughäfen durch die Verbesserung des Zugangs aus der Stadt, der Sicherheit und der Infrastruktur.
- e) Europäische Union: Die EU strebt eine Liberalisierung der Tarife und Dienstleistungen an.
2. Kommunikation
Die Formen der Fernkommunikation und Telekommunikation sind essenziell für die wirtschaftliche Entwicklung, da sie einen sekundenschnellen Austausch von Informationen ermöglichen.