Vermessung, Erdarbeiten und Fundamente im Bauwesen
Eingeordnet in Technologie
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 4,27 KB
Vermessung und Absteckung im Bauwesen
Die Anpassung (Absteckung) ist die Umsetzung des Bauplans auf das Gelände. In diesem Zusammenhang beziehen wir uns auf die Planung eines horizontalen Gebäudes.
Diese Aufgabe wird durch einen Pfosten ausgeführt; ein langer, spitzer Pfahl, der in den Boden gesteckt wird. Er dient als Markierung von Flächenteilen, um dort die Schnüre für die Achsen zu verankern.
Der Tisch (Schnurgerüst) ist ein weiteres Objekt, bestehend aus zwei Pfählen, die in einem gewissen Abstand zueinander sicher stehen. Ihre Funktion ist die gleiche wie die der einzelnen Pfähle.
Ein weiteres Werkzeug für die Messung ist die Messkette. Sie besteht aus Gliedern gleicher Größe, die jeweils ca. 20 Meter lang sind.
Historische Vermessungsinstrumente
Die Groma war eine Nivelliereinrichtung für den Straßenbau, die für römische Vermesser notwendig war, um die Spur zu halten. Sie bestand aus einer senkrechten Stange, an deren oberem Ende ein Kreuz auf einem Drehpunkt lag. Der Balken konnte sich in der horizontalen Ebene drehen. Jeder Arm des Kreuzes trug an seiner Spitze ein Lot.
Der Chorobat war ein besonderes Instrument, das von Ingenieuren im alten Rom genutzt wurde, um verschiedene Ebenen von Flächen zu messen.
Weitere Messinstrumente
Die Wasserwaage:
- Nivelet: Ein einfaches Instrument, bestehend aus einem horizontalen und einem vertikalen Balken. Es erlaubt uns, eine Sichtlinie zu einem Zielpunkt zu ziehen. Es werden drei Messungen benötigt, um eine Nivellierung durchzuführen.
Erdarbeiten und Erdbewegungen
Abtrag: Den Boden für die Durchführung des Baus eines Gebäudes vorbereiten. Die Rodung (Clearing) wird durch Markierungen in den Bereichen ermöglicht. Die wichtigsten Instrumente hierfür sind Pickel, Schaufel und Hacke.
Je nach Bodenbeschaffenheit und Lage des Gebäudes kann Folgendes vorgesehen werden:
- a) Abtrag: Wenn der Boden über dem geplanten Niveau liegt, muss Erde entfernt werden.
- b) Deponierung (Auftrag): Wenn Teile des Geländes tiefer liegen als der Boden oder das Stockwerk des Gebäudes, muss aufgeschüttet werden.
- c) Entlastung: Wenn die Seite mit dem Boden übereinstimmt, aber der Bau von Kellern erforderlich ist. Es wird Erde entfernt, um das Niveau des Kellers oder Kriechkellers zu erreichen. Dies geschieht zusätzlich zur Rodung.
Aushub und Erdbewegung
Sobald die Höhe, auf der das Gebäude steht, erreicht ist, muss der Boden so vorbereitet werden, dass er Belastungen und Überlastungen standhält. Dies beinhaltet die letzte Operation:
Grabenaushub: Alle vier Operationen (Abtrag, Auftrag, Entlastung und Gräben) sind allgemein bekannt als Erdbewegung.
Der Verantwortliche für diese Maßnahmen führt den Aushub durch. Für den Transport werden folgende Werkzeuge verwendet: Körbe (mit zwei kleinen Griffen), LKW (mit ca. ¼ m³ Fassungsvermögen), Kipper (Wagen mit kippbarer Mulde), Riemenscheiben, Räder, Pickel, Hacken, Zapicos (Spitzhacken) und verschiedene Schaufeln.
Die Arten des Aushubs (Lochfraß) können sein:
- Aushub im Kern (Herz-Picado)
- Aushub für Trockner
Verbau und Fundamentierung
Shoring (Verbau): Eine Art vorläufige, flexible Stützstruktur. Sie wird in Gräben eingesetzt und aus Holzbohlen errichtet, die durch Streben und Pilarotes (Pfosten) zusammengehalten und durch Stollen befestigt werden.
Die Aussteifung dient dazu, ein Gebäude an einer angrenzenden, parallelen Wand abzustützen, sodass der Druck durch Streben auf eine gegenüberliegende Wand übertragen wird.
Bautechnik und Fundamente
Das Fundament ist die Gesamtheit der Strukturelemente, deren Aufgabe es ist, die Lasten des Gebäudes auf den Boden zu übertragen.
Die logische Abfolge der Bestimmungen für ein Fundament ist im folgenden Abschnitt aufgeführt: