Vernunft, Logos und die menschliche Natur
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Die Dualität von Gehirn und Psyche
Neben dem Gehirn existiert eine Realität, die als „Selbst“, „Psyche“, „Seele“ oder „Ego“ bezeichnet wird. Sie ist immaterieller Natur und für unseren Charakter verantwortlich. Der Mensch ist eine besondere Mischung aus Vernunft und Gefühlen, die es ermöglicht, den Wert des Einzelnen und die Beziehung zwischen diesen Aspekten zu unterscheiden.
Der Mensch als „Logos“-Wesen
Aristoteles definierte den Menschen als das Tier, das den Logos besitzt. Dieser Logos unterscheidet uns von anderen Tieren. Dabei muss jedoch zwischen verschiedenen Bedeutungen des Wortes „Logos“ unterschieden werden:
- Argumentative Dimension: Die Fähigkeit, Sprache konzeptionell zu verwenden, um die Wirklichkeit zu verstehen und zu erklären.
- Intersubjektive Dimension: Das Wesen ist in der Lage, durch eine gemeinsame Sprache in der Gesellschaft zu leben.
- Moralische oder praktische Dimension: Die Fähigkeit, vernünftig zu denken, in der Welt zu sein und mit anderen zu diskutieren.
Vernunft und Rationalität
Es gibt nicht nur eine einzige Vernunft, sondern eine Reihe von Fähigkeiten, die in verschiedenen Situationen eingesetzt werden – das, was Kant als verschiedene „Gebrauchsweisen der Vernunft“ bezeichnete. Im Laufe der Geschichte haben Menschen verschiedene Begründungen des Menschseins betont:
Theoretische und praktische Vernunft
Die theoretische Vernunft nutzen wir, um die Wahrheit zu erreichen. Aristoteles bezeichnete dies als das, „was nicht anders sein kann“, also notwendige Objekte oder Ereignisse. In diesen Fällen suchen wir die beste Erklärung für die ultimative Wahrheit.
Die praktische Vernunft hingegen nutzen wir, um das Glück zu erreichen. Sie befasst sich mit dem, „was anders sein kann“.