Verschiebungen von Nachfrage- und Angebotskurven

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Verschiebung der Nachfragekurve

Die nachgefragte Menge hängt von mehreren Variablen ab. Das Ziel der Nachfragekurve ist es jedoch zu bestimmen, wie die nachgefragte Menge ausschließlich vom Preis beeinflusst wird. Ändern sich andere Variablen, führt dies zu einer Verschiebung der Nachfragekurve nach links oder rechts. Diese Faktoren sind:

  • A - Persönliches Einkommen: Steigt das verfügbare Einkommen, erhöht sich bei normalen Gütern die Nachfrage. Bei inferioren Gütern hingegen sinkt die Nachfrage bei steigendem Einkommen, was die Kurve nach links verschiebt.
  • B - Preis verwandter Waren: Bei Substitutionsgütern führt ein steigender Preis des einen Gutes zu einer höheren Nachfrage nach dem anderen Gut. Bei komplementären Gütern hingegen führt ein Preisanstieg des einen Gutes zu einer sinkenden Nachfrage nach dem anderen.
  • C - Geschmack der Konsumenten: Änderungen im Geschmack beeinflussen die Nachfrage und führen zu Verschiebungen der Kurve.

Verschiebung der Angebotskurve

Das Angebot gibt an, welche Menge Produzenten zu verschiedenen Preisen verkaufen wollen. Faktoren, die das Angebot verändern, sind:

  • A - Kosten der Produktionsfaktoren: Steigende Kosten führen zu einem Rückgang der Produktion und einer Verschiebung der Angebotskurve nach links.
  • B - Neue Technologien: Technologischer Fortschritt senkt die Kosten und erhöht die Produktion, was die Angebotskurve nach rechts verschiebt.
  • C - Wetter: Externe Einflüsse wie das Wetter können die Produktion (z. B. in der Landwirtschaft) beeinträchtigen und die Kurve nach links verschieben.
  • D - Preis entsprechender Waren: Bei Substitutionsgütern in der Produktion führt ein sinkender Preis eines Gutes zu einer Angebotsverlagerung. Bei komplementären Gütern führt ein Preisanstieg zu einer Ausweitung des Angebots.

Der Multiplikatoreffekt

Das wirtschaftliche Gleichgewicht ist erreicht, wenn die gesamtwirtschaftliche Nachfrage dem Sozialprodukt entspricht. Eine Erhöhung der Investitionen löst einen Multiplikatoreffekt aus, bei dem das Bruttoinlandsprodukt stärker wächst als die ursprüngliche Investition.

Phasen des Multiplikatoreffekts

  1. Phase 1: Ein Unternehmen investiert, was die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen erhöht.
  2. Phase 2: Produzenten stellen mehr Arbeitskräfte ein, wodurch deren Einkommen steigt.
  3. Phase 3: Die Arbeiter konsumieren einen Teil ihres Einkommens, was die Nachfrage nach weiteren Gütern ankurbelt.
  4. Phase 4: Dieser Prozess setzt sich fort, bis das Gesamteinkommen um ein Vielfaches der ursprünglichen Investition gestiegen ist.

Die Formel für den Multiplikator (M) lautet: M = 1 / (1 - PMC), wobei PMC die marginale Konsumneigung darstellt. Alternativ kann der Multiplikator aus der Sicht der Sparquote (PMA) berechnet werden: M = 1 / PMA.

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