Verwaltungsgrundsätze: Zentralisierung, Hierarchie & Kompetenz
Eingeordnet in Medizin & Gesundheit
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 2,79 KB
C) Grundsätze der Zentralisierung und Dezentralisierung
Das Prinzip der Zentralisierung steht im Gegensatz zur Dezentralisierung. Während die Zentralisierung bedeutet, dass Befugnisse in höheren Organen konzentriert sind, verteilt die Dezentralisierung diese Kompetenzen.
D) Der Grundsatz der Koordinierung
Die Koordinierung umfasst Techniken, um die Aktionen verschiedener Regierungsstellen zu einer Einheit zu führen, ohne deren Hoheitsgebiet zu verletzen. Dies geschieht meist auf freiwilliger Basis durch zwei Gruppen von Techniken:
- Funktionale Koordination: Entwicklung gemeinsamer Pläne, Anweisungen und Leitlinien sowie die Nutzung von Management-Reporting-Verfahren.
- Organische Koordination: Existenz spezifischer Einrichtungen, denen Koordinierungsbefugnisse verliehen werden (z. B. der Präsident koordiniert die Regierungsmitglieder).
a) Der Grundsatz der Hierarchie
Die Hierarchie bestimmt das Verhältnis zwischen ungleichen Verwaltungsorganen und lässt sich pyramidenförmig darstellen. Sie legt fest, dass mit steigender Ebene die Befugnisse und Kompetenzen zunehmen. Für eine Hierarchie müssen zwei Bedingungen erfüllt sein:
- Mehrere Organe verfügen über die gleiche Zuständigkeit auf derselben Ebene.
- Die Überordnung wird durch spezifische Befugnisse der übergeordneten gegenüber den untergeordneten Organen gesichert:
Befugnisse der übergeordneten Organe:
- Leitung und Steuerung der Aktionen.
- Inspektion, Überwachung und Kontrolle.
- Entscheidung über Rechtsmittel gegen Handlungen untergeordneter Organe.
- Delegation oder Evokation von Kompetenzen.
- Disziplinarbefugnis zur Verhängung von Sanktionen.
- Lösung von Kompetenzkonflikten zwischen untergeordneten Organen.
Pflichten der untergeordneten Organe:
- Respekt, Gehorsam und Befolgung der Anweisungen der Vorgesetzten, bei deren Missachtung Disziplinarmaßnahmen drohen.
b) Der Grundsatz der Kompetenz
Die Kompetenz definiert die Kapazität oder das Maß an Funktionen, die einem Organ durch die Rechtsordnung zugewiesen sind. Die Verteilung erfolgt nach verschiedenen Kriterien:
- Hierarchisches Kriterium: Vertikale Verteilung der Kompetenzen zwischen übergeordneten und untergeordneten Organen.
- Territoriales Kriterium: Horizontale Verteilung der Kompetenzen auf verschiedene Gebiete innerhalb derselben hierarchischen Ebene.
- Sachliches Kriterium: Verteilung nach Zielen oder Materien, sodass innerhalb eines Ministeriums sowohl territoriale als auch hierarchische Verteilungen existieren können.