Verwaltungsrechtliche Rechtsmittel in Chile: Ein Leitfaden
Eingeordnet in Rechtswissenschaft
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 3,05 KB
Gründe für einen Überprüfungsantrag
Welche Tatsachen rechtfertigen einen Antrag auf Überprüfung? Ein solcher Antrag ist zulässig, wenn:
- a) Die Entscheidung ohne Berücksichtigung des Standorts ergangen ist.
- b) Offensichtliche Fehler begangen wurden, die für die Entscheidung ausschlaggebend waren, oder wertvolle Dokumente, die für die Lösung der Angelegenheit wesentlich sind, bei der Erteilung des Verwaltungsaktes ignoriert wurden oder zum Zeitpunkt der Erstellung der Verwaltungsakte nicht beigebracht werden konnten.
- c) Das endgültige Urteil erklärt, dass der Verwaltungsakt infolge von Bestechung, Gewalt oder anderen betrügerischen Machenschaften zustande kam.
- d) Die Entscheidung auf Dokumenten oder Zeugenaussagen beruht, die durch ein späteres oder früheres, rechtskräftiges Urteil als falsch erklärt wurden, von denen der Kläger zum Zeitpunkt des Verfahrens noch keine Kenntnis hatte.
Was ist eine spezielle Beschwerde?
In der chilenischen Gesetzgebung existiert kein allgemeines Verwaltungsgerichtssystem oder ein einheitliches ordentliches Verfahren für diese Streitigkeiten. Der Gesetzgeber hat jedoch bestimmten Gerichten Befugnisse übertragen und spezielle Verfahrensformalitäten festgelegt, um administrative Angelegenheiten zu regeln. Zu den ordentlichen Gerichten zählen der Oberste Gerichtshof, Berufungsgerichte, Präsidenten und Minister der Gerichte, mündliche Strafgerichte sowie Gerichte für Verpflichtungserklärungen.
Das Rechtsmittel der Überprüfung
Das Rechtsmittel der Überprüfung ist ein Rechtsbehelf gegen Verwaltungsakte, der bei der übergeordneten Behörde oder hilfsweise bei der ausstellenden Behörde eingelegt werden kann. Die Frist für die Beschwerde beträgt ein Jahr, berechnet ab dem Tag nach Erlass der Entscheidung oder ab dem Zeitpunkt, an dem das Urteil vollstreckbar wird.
Die hierarchische Beschwerde
Die hierarchische Beschwerde ist beim unmittelbaren Vorgesetzten einzureichen. Die Frist für die Einreichung beträgt fünf Tage nach der streitigen Maßnahme; die Anmeldung muss innerhalb von zwölf Tagen erfolgen. Wird der Ersatzanspruch ganz oder teilweise abgelehnt, wird der Vorgang an die nächsthöhere Instanz weitergeleitet. Interne Beschwerden gegen Handlungen des Präsidenten der Republik, von Ministern, Bürgermeistern und Leitern dezentralisierter öffentlicher Dienste sind ausgeschlossen, da hier keine weiteren administrativen Ersatzmöglichkeiten bestehen.
Rechtswidrigkeit von Handlungen regionaler Regierungen
Jede Person kann gegen Entscheidungen oder Vereinbarungen der regionalen Regierungen oder Bürgermeister Beschwerde einlegen, sofern diese rechtswidrig sind. Die Frist hierfür beträgt dreißig Tage ab dem Datum der Veröffentlichung des Beschlusses oder der Annahme der Vereinbarung, sofern diese die Interessen der Region oder ihrer Bewohner beeinträchtigen.