Volleyball-Techniken, Spielsysteme und Flexibilität

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Volleyball-Techniken und Flexibilität

Grundlegende Volleyball-Techniken

Die folgenden Techniken gehören zu den wichtigsten Grundlagen im Volleyball:

  • Die Pässe (Zuspiele): Sie sind die essenziellen Techniken im Volleyballspiel.
  • Unterarmpass (Bagger): Dient der Ballannahme. Abwehrspieler nutzen diese Technik regelmäßig, um den Ball kontrolliert zum Zuspieler des eigenen Teams oder zu einem Mitspieler zu befördern.
  • Oberes Zuspiel (Pritschen / Pass mit den Fingern): Dies ist das präzise Zuspiel (Stellen) und der zweite Ballkontakt, der in der Regel vom Zuspieler (Colocador) des Teams ausgeführt wird.
  • Der Angriffsschlag (Schmetterball): Diese Angriffstechnik ist spektakulär und am schwierigsten zu erlernen. Der ausführende Spieler benötigt viel Kraft und Koordination, da er nach dem Schlag das Netz nicht berühren darf.
  • Der Block (Die Blockade): Zur Abwehr des Angriffsschlags bewegen sich ein, zwei oder drei Spieler schnell zum Ball und springen vertikal mit ausgestreckten Armen nach oben, um den gegnerischen Angriff abzuwehren.
  • Der Aufschlag (Service): Der Aufschlag wird im Volleyball immer wichtiger. Dies ist der Moment, in dem der Ball ins Spiel gebracht wird:
    • Aufschlag von unten: Der Spieler steht mit dem Gesicht zum Netz und schlägt den Ball von unten (unterhalb der Hüfte).
    • Seitlicher Aufschlag: Der Spieler steht seitlich zum Netz, wirft den Ball hoch und schlägt ihn seitlich zum Netz.
    • Tennis-Aufschlag (Aufschlag von oben): Der Spieler steht mit dem Gesicht zum Netz und führt den Aufschlag ähnlich wie beim Tennis aus. Er wirft den Ball mit einer Hand in die Luft, während die andere Hand hinter dem Kopf bereitsteht, um den Ball am höchsten Punkt mit gestrecktem Arm kraftvoll zu schlagen.
  • Abwehraktionen (Hechtbagger / Stürze): Technische Bewegungen, um zu verhindern, dass der Ball den Boden berührt:
    • Seitliche Abwehr (Hechtrolle zur Seite): Wird zur Seite ausgeführt. Nach dem Hechten streckt der Spieler den Arm aus, um dem Ball so nah wie möglich zu kommen.
    • Abwehr nach vorne (Hechtbagger nach vorne): Tritt auf, wenn der Ball vor dem Spieler nach unten fällt und dieser sich nach vorne wirft, um zu verhindern, dass der Ball den Boden berührt.

Spielsysteme im Volleyball

  • Zuspieler im Umlauf (Rotationssystem): Jeder Spieler übernimmt je nach Rotation die Zuspielerrolle. Dieses System erfordert, dass alle Spieler alle Volleyball-Techniken beherrschen.
  • System 5-1 (1 Zuspieler, 5 Angreifer): Es gibt einen spezialisierten Zuspieler, der für das Stellen zuständig ist, während die anderen fünf Spieler angreifen.
  • System 4-2 (4 Angreifer, 2 Universalspieler): Es gibt vier Angreifer und zwei Spezialisten, sogenannte Universalspieler, die beide Funktionen (Zuspiel und Angriff) beherrschen. Dies darf nicht mit dem Trikot des Liberos verwechselt werden; es handelt sich hierbei um den Namen eines Spielsystems.
  • System 3-3 (3 Angreifer, 3 Zuspieler): Es gibt drei Zuspieler und drei Angreifer.
  • Abwehrformation W (oder 1-3-2): Ein Spieler wird hinten positioniert und die anderen fünf in der Angriffszone (bzw. Annahmeriegel).
  • Abwehrsystem in W-Form (Halbkreis): Die Spieler bilden einen Halbkreis (W-Form). Die Verteidigung basiert auf dem Blocken der stärksten Angreifer und der Feldverteidigung.

Flexibilität und Beweglichkeit

Flexibilität: Eine physische Eigenschaft, die es uns ermöglicht, Bewegungen mit der maximalen Amplitude in einem oder mehreren Gelenken des Körpers auszuführen.

  • Dynamische Flexibilität: Wenn man Bewegungen mit großer Amplitude einzelner oder mehrerer Körperteile ausführen kann.
  • Statische Flexibilität: Das Ziel ist es, eine bestimmte Haltung über eine gewisse Zeit ohne sichtbare Bewegungen beizubehalten. Sie hängt ab von:
    • Gelenkbeweglichkeit: Der Bewegungsumfang, den ein Gelenk ausführen kann.
    • Muskelentspannung und Dehnfähigkeit: Die Fähigkeit der Muskeln, sich zu dehnen.

Systeme zur Flexibilitätsausbildung

  • Dynamisches System: Zur Verbesserung der Flexibilität sind Bewegungen mit großer Amplitude des gesamten Körpers oder von Körperteilen erforderlich. Zuvor ist ein allgemeines Aufwärmen mit progressiven, weiten und entspannten Bewegungen notwendig. Die Dauer der Übung sollte nicht unter 30 Sekunden liegen.
  • Statisches System: Keine sichtbare Bewegung, Beibehaltung einer bestimmten Haltung:
    • Statisches System Plus: Eine Person übt eine Kraft aus, um die Dehnung etwas über die normale Flexibilitätsgrenze hinaus zu erweitern.
      • Einfaches Dehnen (Stretching): 15 Sekunden halten.
      • Fortgeschrittenes Dehnen (Stretching): 5 bis 7 Sekunden Kraftaufwand.
    • Statisch-passives System: Es hilft uns, den höchsten Grad der Muskeldehnung zu erreichen.
    • Propriozeptive Neuromuskuläre Erleichterung (PNF): Kombination verschiedener Trainingsmethoden: 15 Sekunden passives Dehnen, 10 Sekunden isometrische Kraftausübung in die entgegengesetzte Richtung, gefolgt von weiteren 10 Sekunden passivem Dehnen.

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