Weibliche Fortpflanzungsorgane und der Geburtsvorgang

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Weibliche Fortpflanzungsorgane

Die Fortpflanzungsorgane, die an der Befruchtung und Schwangerschaft beteiligt sind:

  • Eileiter (Tuba uterina): Dies sind zwei kleine Röhrchen mit einer trichterförmigen Öffnung in der Nähe der Eierstöcke. Sie sind dafür zuständig, die von den Eierstöcken freigesetzten Eizellen aufzunehmen. In den Eileitern findet die Befruchtung statt. Die innerste Schicht dieser Röhren besteht aus Zellen mit Zilien, die den Transport der Eizellen unterstützen. Zudem sondern sie eine Flüssigkeit ab, die die Mobilität der Eizelle fördert, bevor die Zygote den Uterus erreicht.
  • Uterus (Gebärmutter): Ein konisch geformter Hohlraum, in den die Eileiter münden. Seine Wand besitzt eine dicke Muskelschicht, das Myometrium, und ist innen mit einer Schleimhaut, dem Endometrium, ausgekleidet. An der Unterseite verengt sich die Gebärmutter zum Gebärmutterhals (Zervix), der in die Scheide führt. Im Uterus erfolgt die Entwicklung des Fötus.
  • Vagina: Ein elastischer Schlauch, der Drüsen besitzt, die Schmierstoffe für den Geschlechtsverkehr produzieren. Am Eingang der Vagina befindet sich eine kleine, unvollständige Membran (Hymen), die meist beim ersten Geschlechtsverkehr reißt.
  • Vulva: Die äußeren weiblichen Genitalien. Sie umfasst Hautfalten sowie die Klitoris, ein sehr empfindliches Organ aus erektilem Gewebe. In den Schamlippen befinden sich die Bartholin-Drüsen, die ein Sekret zur Befeuchtung der äußeren Genitalien produzieren.

Der Geburtsvorgang

Die Entbindung erfolgt in drei Stufen:

  1. Dilatation der Zervix: Dauert zwischen 3 und 12 Stunden. Gleichzeitig mit der Öffnung des Muttermundes erfährt das Myometrium Kontraktionen, die immer häufiger und intensiver werden und den Fötus in Richtung Scheide schieben. Nach Abschluss dieser Phase bricht die Fruchtblase (Amnion) und das Fruchtwasser tritt aus.
  2. Austreibungsphase: Diese kann 30 Minuten bis 1 Stunde dauern. Das Baby tritt meist mit dem Kopf voran aus. Nach der Geburt wird die Nabelschnur abgebunden und durchtrennt; die Wunde heilt später zum Nabel ab.
  3. Nachgeburt: Die Gebärmutter erfährt weitere Kontraktionen, um die Plazenta und die Nabelschnur auszustoßen.

Unterschiede der weiblichen zur männlichen Gametogenese

Die weibliche Gametogenese unterscheidet sich von der männlichen durch folgende Punkte:

  • Sie verläuft nicht kontinuierlich, sondern beginnt in der Pubertät und endet mit der Menopause.
  • Aus jeder Zelle, die die Meiose durchläuft, entsteht nur eine Eizelle, während bei der Spermatogenese vier Gameten gebildet werden.
  • Eizellen werden in einer deutlich geringeren Menge produziert als Spermien.

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