Der weibliche Zyklus: Oogenese und Menstruation erklärt
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Der ovarielle Zyklus und die Oogenese
Die Oogenese findet bei Frauen ab der Pubertät regelmäßig im Rahmen des ovariellen Zyklus statt. Dieser Zyklus wiederholt sich etwa alle 28 Tage. Sein Zweck ist die Ausbildung und Freisetzung einer reifen Eizelle. Der ovarielle Zyklus gliedert sich in drei Phasen:
- Follikelphase: Über ca. 14 Tage stimuliert das Follikel-stimulierende Hormon (FSH) der Hypophyse die Entwicklung eines oder mehrerer Follikel, wobei in der Regel nur einer die Reife erreicht.
- Ovulation (Eisprung): Die Freisetzung einer Eizelle aus dem Eierstock erfolgt durch die Ausschüttung des luteinisierenden Hormons (LH) der Hypophyse. In dieser Phase steigt die Körpertemperatur um etwa 0,5 Grad an.
- Sekretorische Phase: Nach dem Eisprung wandelt sich der Follikelrest in den Gelbkörper (Corpus luteum) um, der das Hormon Progesteron produziert. Nach etwa 10 bis 12 Tagen degeneriert der Gelbkörper, was den Beginn eines neuen Zyklus einleitet.
Der Menstruationszyklus
Der Menstruationszyklus umfasst die periodischen Veränderungen der weiblichen Geschlechtsorgane. Sein Zweck ist die Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) auf die Einnistung eines befruchteten Eis. Auch dieser Zyklus unterteilt sich in drei Phasen:
- Menstruationsphase: Sie gilt als Beginn des Zyklus. Aufgrund eines plötzlichen Abfalls der Hormonsekretion wird die verdickte und stark vaskularisierte Gebärmutterschleimhaut zusammen mit Blutkapillaren abgestoßen. Die Menstruation dauert etwa 4 bis 5 Tage.
- Proliferationsphase: Das Endometrium wird durch die Wirkung von Östrogen, das in den Eierstöcken produziert wird, rekonstruiert. Diese Phase dauert etwa 11 Tage.
- Sekretorische Phase: Die Gebärmutterschleimhaut erreicht ihre maximale Dicke und bereitet sich darauf vor, eine befruchtete Eizelle aufzunehmen. Diese Phase wird durch Progesteron gesteuert, das vom Gelbkörper abgesondert wird, und dauert etwa 12 Tage, bis die Hormonproduktion endet.