Die Weimarer Republik und der Aufstieg des Nationalsozialismus

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Die Weimarer Republik und ihre Krisenjahre

Nach der Abdankung von Wilhelm II. wurde die Weimarer Republik mit einer demokratischen Verfassung ausgerufen. Diese Republik stand von Beginn an unter großem Druck durch die militärische Niederlage im Ersten Weltkrieg und die harten Bedingungen des Versailler Vertrages.

Die Weimarer Republik war verschiedenen Angriffen von rechts und links ausgesetzt:

  • 1919: Der Spartakusaufstand versuchte, einen sowjetischen Modellstaat zu errichten.
  • 1920: Der Kapp-Putsch versuchte, eine Militärregierung in Berlin zu installieren.
  • 1923: Hitler versuchte in München einen Putsch mit Unterstützung von Ludendorff.

Zusätzlich führten wirtschaftliche und soziale Krisen, Verschuldung, Inflation, Arbeitslosigkeit und die Entwertung der Mark dazu, dass das nationalsozialistische Gedankengut an Boden gewann. 1923 besetzte die französische Armee das Ruhrgebiet, da Deutschland die Reparationszahlungen nicht leisten konnte. Die Weltwirtschaftskrise von 1929 verschärfte die Arbeitslosigkeit massiv.

Die Formierung der Nationalsozialistischen Partei

Im Jahr 1919 erschien die Partei DAP mit einem 25-Punkte-Programm. Die Schwerpunkte lagen auf dem Kampf gegen den Versailler Vertrag, der Schaffung eines Großdeutschlands, Wiederbewaffnung, einer antiparlamentarischen Haltung sowie rassistischer und antisemitischer Ideologie.

1920 wurde Hitler zum Führer der nun umbenannten NSDAP ernannt und gründete die SA (paramilitärische Abteilungen für den Kampf gegen politische Gegner). Nach dem Scheitern des Putsches von 1923 schrieben Hitler und Hess im Gefängnis das Buch "Mein Kampf", welches seine politischen Ideen darlegte.

Ab 1925 wurde die SS organisiert. Hitler akzeptierte fortan den Weg über Wahlen, um an die Macht zu gelangen. Die Krise von 1929 verhalf der Nazi-Partei schließlich zum Wahlsieg. Im Januar 1933 wurde Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt.

Die Errichtung des NS-Staates

Hitler ließ das Parlament auflösen und ordnete Neuwahlen an. Während des Wahlkampfes brannte das Reichstagsgebäude nieder, wofür die Kommunisten verantwortlich gemacht wurden. Dies diente als Vorwand, um Grundrechte und Freiheiten außer Kraft zu setzen und die Todesstrafe einzuführen.

Nach dem Tod von Hindenburg übernahm Hitler alle Machtbefugnisse und wandelte Deutschland in eine Diktatur um:

  1. Auflösung aller Parteien und Gewerkschaften (außer der NSDAP).
  2. Aufhebung der individuellen Freiheiten.
  3. Kontrolle der Verwaltung durch NS-Funktionäre; politische Entlassungen.
  4. Unterordnung der Justiz unter die Partei.
  5. Schaffung eines zentralistischen Einheitsstaates.
  6. Ersetzung der Polizei durch die SS und Gründung der Gestapo (Geheime Staatspolizei) zur Kontrolle der Bevölkerung.
  7. 1933: Eröffnung der ersten Konzentrationslager.

Die Wirtschaft im nationalsozialistischen Deutschland

Die Wirtschaft wurde der Politik untergeordnet. Der Staat intervenierte massiv in die Unternehmen. Die Ziele des Nationalsozialismus waren:

  • Autarkie: Deutschland sollte eine wirtschaftliche Großmacht werden, die von Importen unabhängig ist.
  • Inflationsbekämpfung: Einführung der MEFO-Wechsel zur Finanzierung der Staatsausgaben und zur Verschleierung der Staatsverschuldung.
  • Arbeitslosigkeit: Diese wurde durch die massive Aufrüstung der Kriegsindustrie und die Einführung der Wehrpflicht bekämpft.

Während der NS-Zeit wurde zwar eine scheinbare Vollbeschäftigung erreicht, jedoch mussten die Arbeiter oft 10 Stunden am Tag arbeiten, während ihre Kaufkraft durch Lohnstopps und Konsumbeschränkungen gebremst wurde.

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