Die Weimarer Republik: Krisen, Putsche und Wirtschaft
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Der Versailler Vertrag und seine Folgen
Vertreter der Siegermächte arbeiteten ohne deutsche Beteiligung einen Friedensvertrag aus. Deutschland übernahm die Kriegsschuld des Ersten Weltkriegs, was zu Reparationszahlungen führte. Eine Mehrheit stimmte dem Friedensvertrag zu, der am 28. Juni im Spiegelsaal von Versailles unterzeichnet wurde. Deutschland musste Gebiete abtreten und verlor 10 % seiner Bevölkerung sowie 10 % seiner Gebiete. 1932 erreichte Deutschland, dass die Zahlungsverpflichtungen entsprechend den wirtschaftlichen Möglichkeiten vermindert wurden.
Die Dolchstoßlegende und der Kapp-Putsch
Im November 1919 meinten Ludendorff und Hindenburg, dass die Armee im Ersten Weltkrieg nicht besiegt, sondern "von hinten erdolcht", also verraten wurde. Die Ex-Soldaten sowie kaisertreue Offiziere und Politiker versuchten unter Führung des Verwaltungsbeamten Kapp, die neue Ordnung mit Waffengewalt umzustürzen. Da die Reichswehr der Regierung militärischen Schutz verweigerte, wurde ein Generalstreik aufgerufen und der Putsch brach zusammen. Der Kapp-Putsch zeigte, dass die Verfassungs- und Republiktreue der Reichswehr unsicher war.
Die Reichswehr als Staat im Staate
Die Reichswehr griff gegen Angriffe von links an, half der Regierung aber nicht gegen die Bedrohung von rechts. Die Offiziere lehnten die Demokratie ab. Die Reichswehr wurde zu einem "Staat im Staate", anstatt zur Armee der Republik zu werden. Viele Menschen, mehrere aus dem "Glanz der Monarchie", bedrohten die Regierung. Diese Drohungen führten zur Ermordung von Anhängern der Republik und Demokratie. Bei der Verfolgung dieser Mörder bevorzugten die Richter die rechten Positionen.
Der Hitler-Putsch von 1923
1923 versuchte Hitler, Führer der NSDAP, mit Hilfe Ludendorffs in München durch einen Putsch die Macht zu erreichen. Doch am 9. November scheiterte der Putsch. Da Hitler ein Gegner der Demokratie war, bekam er eine milde Haftstrafe.
Wirtschaftskrise und Hyperinflation
In Deutschland gab es 1923 eine totale Inflation. Nach dem verlorenen Krieg hatte die Mark 50 % ihres Wertes verloren. Die Reparationsleistungen und Kriegskosten belasteten die Währung. Der Ruhrkonflikt verschärfte die Wirtschaftskrise. Deutschland musste Reparationszahlungen leisten und Sachwerte geben. Es gab einen Rückstand bei der Lieferung von Holzstämmen. Frankreich besetzte aus diesem Grund das Ruhrgebiet als "produktives Pfand". Die Kohle aus dem Ruhrgebiet ging nach Frankreich. Da Deutschland die Arbeiter bezahlen musste, aber keine produktiven Leistungen in Deutschland erzielt wurden, kam es zur starken Inflation und dann zum Tauschhandel.
Stabilisierung und das Ende der Ära Ebert
Durch eine Währungsreform schaffte Deutschland wieder eine feste Währung. Mit dieser Stabilisierung begann die Phase der wirtschaftlichen Erholung. 1925, nach dem Tod Eberts, wurde Paul von Hindenburg Reichspräsident.
Die Rolle der Justiz beim Scheitern der Republik
Die Richter kamen aus dem Kaiserreich. Obwohl sie ein Symbol für Gerechtigkeit hätten sein sollen, waren sie eigentlich voreingenommen. Sie waren nämlich gegen die Demokratie, da sie in der Gedankenwelt des Kaiserreichs verhaftet blieben. In der Weimarer Republik bevorzugten die Richter die Leute von rechts, die verurteilt wurden. Aus dem Bereich der Judikative zerstörten die Richter die Demokratie und trugen zum Scheitern der Weimarer Republik bei.