Die Welt der Troubadoure: Geschichte, Liebe und Poesie

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Die Geschichte der Troubadoure

Die Troubadoure waren Söhne adliger Familien, die nicht als Mönche in Klöstern lebten, sondern an den königlichen Höfen Lieder in der Volkssprache komponierten.

Nach der Eroberung von Valencia durch Jakob I. wurde das Land Valencia ein Teil der Krone von Aragon.

Die provenzalische Poesie war vom elften bis zum dreizehnten Jahrhundert die bedeutendste in Europa. Die ersten Autoren nutzten diese Sprache nicht nur wegen ihres Prestiges, sondern auch, weil die französischen Gebiete den Königen von Aragon als natürliche Herren unterstanden.

Die Rolle der Troubadoure und Spielleute

Die Troubadoure waren die Autoren der Texte und der Musik ihrer Kompositionen, die für ein Publikum bestimmt waren. Die Verantwortlichen für die Verbreitung dieser Kompositionen, begleitet von Musikinstrumenten, waren die Spielleute.

Das Konzept der höfischen Liebe

Die Liebe war ein Spiel amouröser Konventionen, das von Adligen im Mittelalter an den Höfen praktiziert wurde. Diese Liebe widersprach den beiden Grundpfeilern der mittelalterlichen Feudalgesellschaft:

  • Beziehungen der Vasallen: Die treue Liebe zur Dame war ein Eid, der dem eines Vasallen gegenüber seinem Herrn ähnelte. So widmete der Troubadour seine Verse einer Dame (der Domina), die die Frau des Herrn war, dem er Treue geschworen hatte.
  • Religiosität: Besonders die Hingabe. Die mittelalterliche Gesellschaft war sehr religiös und die Jungfrau Maria wurde von den Troubadouren sehr verehrt. Die Frau galt als Quelle alles Guten, ähnlich wie Maria, die Mutter Jesu.

Die Liebe konnte jedoch über die rein geistige Bewunderung hinausgehen. Manchmal akzeptierte der Ehemann (der Gilos) diese Situation nicht, und die Liebenden waren in Gefahr, wenn sie entdeckt wurden – meist durch Verleumder, die Lausengiers. Unser größter Dichter war Ausias März im fünfzehnten Jahrhundert.

Poetische Formen

  • Das Lied: Ein Gedicht des Lobes und der Idealisierung der Frau.
  • Die Sirventes: Satire oder Texte, die für politische Propaganda oder Moralisierung bestimmt waren.
  • Die Klage (Planh): Eine Trauerrede um den Verlust einer bedeutenden Persönlichkeit.
  • Die Pastorella: Ein Treffen mit einer Hirtin.
  • Das Escondit: Eine Entschuldigung der Dame gegenüber dem Liebhaber bei Verrat der heimlichen Liebe.
  • Die Tagelieder (Alba): Eine Klage der Liebenden, die nach einer gemeinsam verbrachten Nacht getrennt wurden.

Bedeutende Troubadoure

Zu den wichtigsten Autoren zählen Cabrera, William Cabestany und William Berguedà mit ihrem ereignisreichen und turbulenten Leben. Vor allem Wilhelm von Cervera (bekannt als Cerverí de Girona), ein Günstling von Jakob I., war der wichtigste unserer Troubadoure. Wir dürfen auch die Frauen nicht vergessen, die mallorquinische Troubadourdichtung schufen, die sogenannten Trobairitz, wie die Gräfin von Dia.

Poesie unter den Troubadouren und Ausias März

Unsere Provenzalen verwendeten weiterhin die poetische Sprache und hielten an den Codes der Troubadourdichtung bis ins fünfzehnte Jahrhundert fest. Im späten vierzehnten Jahrhundert setzte ein Prozess der Desprovençalització ein, begleitet von einem wachsenden italienischen Einfluss. Zu diesen Dichtern zählt Jordi de Sant Jordi, ein valencianischer Ritter und Waffenbruder von Ausias März. Sein Werk ist noch stark troubadourisch geprägt, zeigt aber durch seine menschliche, aufrichtige Haltung sowie den traurigen und nostalgischen Ton bereits italienischen Einfluss. Er gilt als der größte Dichter vor Ausias März.

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