Der Erste Weltkrieg und die Weltwirtschaftskrise 1929

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Der bewaffnete Friede und das Wettrüsten (1890–1914)

Die Spannungen zwischen den europäischen Ländern führten zu einem massiven Wettrüsten. Auf dem Balkan kam es zu Zusammenstößen, während das Osmanische Reich zerfiel und Russland versuchte, daraus Profit zu schlagen.

Bündnissysteme

  • Dreibund: Deutschland, Österreich-Ungarn und Italien.
  • Triple Entente: Frankreich, Russland und das Vereinigte Königreich.

Kriegsverlauf und wichtige Schlachten

Die Deutschen versuchten mit dem Schlieffen-Plan einen schnellen Sieg über Frankreich zu erringen, scheiterten jedoch.

  • Schlacht an der Marne (1914): Die deutschen Truppen wurden kurz vor Paris gestoppt.
  • Schlacht bei Tannenberg: Russland griff Deutschland an, was die deutschen Truppen zur Umkehr zwang. Paris wurde dadurch gerettet.

Stellungskrieg

Das Ziel war die Verteidigung der Gebiete durch defensive Taktiken, Schützengräben und Maschinengewehrnester.

  • Schlacht an der Somme (Juli 1916): Britische Offensive.
  • Schlacht um Verdun (Februar 1916): Deutsche Offensive.

Wichtige Ereignisse 1917

  • Russische Revolution: Der Zar wurde entthront und eine kommunistische Regierung unter der Führung der Bolschewiki etabliert.
  • Eintritt der USA: Grund hierfür war die Versenkung der Schiffe Lusitania (1915) und Sussex (1916) durch deutsche U-Boote.

Folgen des Ersten Weltkriegs

Der Konflikt wurde als „Weltkrieg“ bezeichnet, da er international geführt wurde und enorme Opferzahlen forderte. Die Kriegswirtschaft erforderte eine staatliche Lenkung der Produktion. Da die Männer an der Front waren, übernahmen Frauen zunehmend die Arbeit in der Industrie.

Friedensschluss und Konsequenzen

Der Friedensvertrag legte Deutschland hohe Reparationszahlungen auf. Deutschland verlor seine Kolonien, und Gebiete wurden an Frankreich und Großbritannien abgetreten. 1920 wurde der Völkerbund gegründet.

Die Weltwirtschaftskrise von 1929

Nach dem Krieg stellten die Länder ihre Wirtschaft wieder auf zivile Produktion um, was zu einem Überangebot an Waren führte. Eine Phase wirtschaftlicher Euphorie und niedriger Kreditzinsen förderte die Spekulation.

Ursachen und Verlauf der Krise

  • Spekulationsblase: Das blinde Vertrauen in den Markt führte zum Börsencrash.
  • Arbeitslosigkeit: Der sinkende Konsum führte zum Zusammenbruch vieler Unternehmen.
  • Kreditklemme: Banken vergaben keine Kredite mehr, was die Krise verschärfte.
  • Rückführung von Kapital: US-Banken zogen ihr Kapital aus Europa ab, was besonders Deutschland und Österreich traf.

Der New Deal

Als Reaktion auf die Krise wurde der New Deal eingeführt, der ein stärkeres staatliches Eingreifen in die Wirtschaft vorsah. Politisch führte die Instabilität zur Polarisierung: Während die Mittelschicht den Erhalt der Ordnung forderte, orientierten sich Arbeiter und Bauern zunehmend am Vorbild der Sowjetunion.