Weltreligionen im Überblick: Buddhismus, Judentum und Islam
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Buddhismus: Der Weg zur Erleuchtung
Der Gründer des Buddhismus, Buddha, wurde im sechsten Jahrhundert v. Chr. in einem Dorf in Nepal geboren. Als Sohn eines Lehnsherrn (aus dem Haus der Krieger) heiratete er früh und hatte einen Sohn, wobei er zunächst in Reichtum und Luxus lebte. Später widmete er sich unter der Leitung eines Gurus der religiösen Askese. Er begann in Benares seinen Weg vor einer Gemeinschaft aus fünf Gefährten und Mönchen zu predigen. Die Säulen des Buddhismus sind Buddha, Dharma und Sangha. Man kann Buddha als Reformator des Hinduismus betrachten. Seine Lehre zielt auf die Befreiung der Person und die Führung des Menschen zu tiefem und dauerhaftem Frieden ab. Für Buddha besteht die menschliche Existenz aus Dukkha (Schmerz); es ist der Schmerz der Geburt. Da der Mensch ständig etwas will, danach strebt und es erringt, was jedoch bald wieder verschwindet, wäre die endgültige Befreiung die Eliminierung des Wunsches.
Judentum: Der Bund mit Jahwe
Ein Gott der Liebe: Das Geheimnis des Judentums ist Jahwe, der persönliche Gott, Schöpfer und Herrscher des Universums. Er ist ein treuer Gott, dessen Liebe und Barmherzigkeit ewig sind. Er befreite die Menschen aus der Sklaverei und Unterdrückung in Ägypten und wird am Ende der Zeit einen Messias senden. Die Merkmale Jahwes prägen die Religion: Es ist nicht nur eine Religion des Individuums, sondern des Volkes. Das Judentum ist eine nationalistische Religion mit einem starken Gemeinschaftsgefühl, das die Juden auch in der Diaspora vereint. Gott tritt nicht direkt in Erscheinung, sondern wird nur durch die Ereignisse der Geschichte (als Befreier) bekannt. Gott befreit und schafft Gerechtigkeit.
Islam: Unterwerfung und Glaube
Der Gründer des Islam, Mohammed, wurde im späten sechsten Jahrhundert n. Chr. in Mekka, Arabien, geboren. Er widmete sich der Meditation, wobei ihm durch eine Erscheinung des Engels Gabriel die grundlegenden Wahrheiten seiner Lehre offenbart wurden: absoluter Monotheismus sowie ein strenges Gericht und Strafe. Aufgrund von Widerstand in Mekka wanderte er nach Medina aus (Hidschra). Nach der Eroberung von Mekka wuchs die arabische Macht und eroberte innerhalb eines Jahrhunderts den Mittleren Osten, Nordafrika und die Iberische Halbinsel. Seine Lehre ist der Islam (Unterwerfung), der innerhalb der monotheistischen Tradition des Judentums steht. Ein zentraler Aspekt ist die Einzigartigkeit Gottes. Der Koran enthält die absoluten Dogmen des Islam (6226 Verse in 114 Suren). Der Islam ist auf fünf Fundamenten aufgebaut:
- Das Bekenntnis des Glaubens
- Das tägliche Gebet
- Almosen für die Armen
- Die Pilgerfahrt nach Mekka (mindestens einmal im Leben)
- Das Fasten im Monat Ramadan