Die Weltwirtschaft in der Zwischenkriegszeit

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Die Zeit zwischen den Weltkriegen ist gekennzeichnet durch einen Zusammenstoß zwischen Ländern, in denen die private Initiative gefördert wird, jenen, in denen das Proletariat und die Diktatur triumphieren, sowie Regionen, in denen der Faschismus aufstrebt. Zwischen 1919 und 1928 lassen sich drei verschiedene wirtschaftliche Phasen unterscheiden:

  • Phase 1: Ein wirtschaftlicher Aufschwung durch die Umwandlung der Kriegsindustrie und den Wiederaufbau.
  • Phase 2: Stabilisierung der Wirtschaft; die USA vergeben als Gläubigerland Kredite für den europäischen Wiederaufbau.
  • Phase 3: Eine Ausbaustufe, in der neue Branchen und innovative Herstellungsmethoden erscheinen.

Ursachen des Börsencrashs von 1929

Ende der 1920er-Jahre führten verschiedene Faktoren zum Crash: die physische Zerstörung, die Rückforderung von Kriegskrediten und die Transformation der Weltmächte. Während des Krieges wuchsen neue Mächte wie Kanada wirtschaftlich heran, da andere Länder ihre Industrie auf Kriegsproduktion umstellten und Güter importieren mussten. Nach dem Krieg kehrten diese Länder zur Eigenproduktion zurück, während Länder wie Kanada weiterhin eine Überproduktion verzeichneten.

Die globale Ausbreitung der Wirtschaftskrise

Da die USA als Hauptkreditgeber für Europa fungierten, breitete sich die Krise weltweit aus. Die Banken verloren Geld durch gewährte Darlehen, während Kleinsparer ihr Geld abheben wollten, was zu einer Aussetzung der Zahlungen führte.

Betroffene Interessengruppen

  • Kleinunternehmer: Schwierigkeiten, neue Methoden in der Produktion zu finden.
  • Arbeiter und Bauern: Reduzierte Produktionskosten führten zu sinkenden Preisen und Massenarbeitslosigkeit.

Durch die engen wirtschaftlichen Beziehungen zu den USA wurde die Krise internationalisiert.

Politische Lösungsansätze: Hoover und Roosevelt

Der Plan von Präsident Hoover

US-Präsident Hoover verfolgte einen Plan, der durch niedrigere Produktionskosten und den staatlichen Kauf landwirtschaftlicher Überschüsse gekennzeichnet war. Im Jahr 1931 wurde ein neuer Plan zur Krisenbewältigung initiiert: Aussetzung privater Schulden, Senkung der Regierungsausgaben und Verringerung der Arbeitslosigkeit durch öffentliche Bauaufträge.

Roosevelts New Deal

Präsident Roosevelt konzipierte den New Deal, welcher folgende Maßnahmen beinhaltete: Begrenzung der landwirtschaftlichen Produktion, Vereinbarungen der Industrie mit den Arbeitgebern zur Kontrolle der Lage sowie den Abbau der Arbeitslosigkeit durch öffentliche Arbeiten zur Friedenskonsolidierung.

Keynesianismus und das Ende der 1930er-Jahre

In den späten 1930er-Jahren formulierte Keynes die Theorie, dass zur Überwindung der Krise staatliche Ausgaben notwendig seien. Zwischen 1937 und 1938 brachen die internationalen Wirtschaftsbeziehungen jedoch weitgehend zusammen, da die politischen Spannungen zwischen den Ländern zunahmen und der Handel stagnierte. Soziale Unruhen und unterdrückte Märsche prägten das Ende dieser Ära.

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