Weltwirtschaftskrise 1929, New Deal und Faschismus
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Der Börsenkrach von 1929 und die Finanzkrise
Private Unternehmen, die auf einer Philosophie der Konsumförderung und Finanzspekulation basierten, erlebten am Donnerstag, den 24. Oktober 1929, einen massiven Einbruch. Mehr als 13.000.000 Aktien wurden zum Verkauf angeboten, ohne dass eine entsprechende Nachfrage bestand. Dies verursachte tiefes Misstrauen bei den Investoren und führte zu zahlreichen Bankrotten.
Ursachen der Krise
Die Ursachen lagen teilweise in den protektionistischen Maßnahmen der regierenden republikanischen Administration:
- Der Zolltarif: Tarife, die eine Reduzierung des Handels mit den Vereinigten Staaten auslösten.
- Immigrationsgesetz: Ein Gesetz zur Begrenzung der Zuwanderung, welches eine politische Konzession an die rassistische KKK-Bewegung darstellte.
- Überproduktion: Die Lücke zwischen Produktion und Konsum führte zu einer Anhäufung von Überschüssen, was wiederum eine Senkung der Arbeitskosten zur Folge hatte.
Die Folgen der Krise
- Das Scheitern der Banken (Bankensterben).
- Industrien, die keine finanzielle Unterstützung mehr fanden, schlossen ihre Fabriken. Dies war die Ursache dafür, dass die Zahl der Arbeitslosen auf über 15 Millionen anstieg.
Die Lösung: Der New Deal
In den Wahlen von 1933 wurde der Demokrat Franklin Delano Roosevelt zum Präsidenten gewählt. Er initiierte ein Programm, das von den ökonomischen Theorien von John Maynard Keynes angeregt wurde. Dessen Grundprinzipien bestanden in staatlichen Eingriffen zur Ankurbelung der Wirtschaft.
Durchgeführte Gesetze und Maßnahmen
- Agricultural Adjustment Act: Subventionierung der Landwirtschaft, insbesondere für Baumwolle und Tabak.
- Die Verkürzung der Arbeitszeit.
- Förderung des Baugewerbes: Es wurden Staudämme und Wasserkraftwerke gebaut.
- Sicherstellung der wirtschaftlichen Sicherheit für die bedürftigsten Menschen.
- Regulierung der Beziehungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern.
Das faschistische Italien
Der Krieg hinterließ in Italien große Schuldenberge, eine hohe Inflation und eine hohe Arbeitslosigkeit.
Am 23. März 1919 bildeten sich die Fasci Italiani di Combattimento, eine Veteranengruppe, die aus arbeitslosen Arbeitnehmern bestand. Ihr Gründer war Benito Mussolini, ein ehemaliges Mitglied der Sozialistischen Partei. Ihr Programm enthielt antikapitalistische Forderungen der Arbeitnehmer sowie nationalistische Grundsätze: allgemeines Wahlrecht, weltliche Schulen und ein Rentenalter ab 55 Jahren. Im Jahre 1921 gründeten die Faschisten die Nationale Partei und gaben alle revolutionären, antikapitalistischen sowie demokratischen Ideen auf. Im Jahr 1922 erfolgte der Marsch auf Rom durch die Schwarzhemden, woraufhin König Viktor Emanuel III. Mussolini mit der Bildung der neuen Exekutive beauftragte.
Die Politik Mussolinis
Mussolini blieb zunächst vorsichtig und bildete eine Koalitionsregierung, in der es nur zwei faschistische Minister gab. Er selbst übernahm die Portfolios für Innen- und Außenpolitik. Seine erste Maßnahme war die Änderung des Wahlgesetzes, um die absolute Mehrheit bereits mit nur 25 % der Stimmen zu erhalten.
Schwerpunkte der Innenpolitik
- Absolute Macht: Verfolgung der Führer der Oppositionsparteien.
- Entfernung von Gewerkschaften und politischen Parteien außer der eigenen.
- Kontrolle der Presse.
- Förderung der Geburtenrate.
- Faschistische Propaganda durch Zeitungen, Radio und weitere Medien.
Wirtschafts- und Außenpolitik
- Wirtschaftspolitik: Wirtschaftlicher Protektionismus, Begrenzung der Einfuhren und Stärkung der Lira, was jedoch zu einer Verringerung der Ausfuhren führte.
- Realisierung großer öffentlicher Bauaufträge.
- Verbot des Streikrechts.
- Gründung des Instituts für industriellen Wiederaufbau (IRI).
- Außenpolitik: Unterzeichnung der Lateranverträge, territoriale Expansion (Invasion in Abessinien), Unterstützung Francos im Spanischen Bürgerkrieg und Unterzeichnung des Stahlpakts mit Deutschland im Jahr 1939.
Bildungspolitik
- Gründung von Jugendinstituten zur Förderung der faschistischen Kultur.
- Verpflichtung der Lehrkräfte an Schulen, dem Regime die Treue zu schwören.
- Einführung der Schulpflicht im katholischen Glauben.