Die Weltwirtschaftskrise 1929: Ursachen und Folgen
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Die Weltwirtschaftskrise: Ursachen und Verlauf
Die Weltwirtschaftskrise, auch als Große Depression bekannt, begann mit dem Zusammenbruch der Finanzmärkte. Viele Banken gerieten in Schieflage, da Kredite nicht bedient werden konnten. Unternehmen sahen ihre Möglichkeiten schwinden, ihre Verbindlichkeiten zu begleichen, was zu einer Liquiditätskrise führte.
Die Krise war geprägt von einer typischen Überproduktion seit Beginn des Jahres 1929, die zu sinkenden Preisen durch eine verringerte Nachfrage führte. Dies beeinflusste insbesondere den Agrarsektor und löste eine Welle von Bankenkonkursen aus.
Soziale Folgen der Depression
- Die Arbeiterklasse: Beschäftigte in der Industrie und im Dienstleistungssektor waren die Hauptopfer. Niedrigere Löhne, Arbeitszeitverkürzungen und Massenarbeitslosigkeit ohne soziale Absicherung prägten das Bild.
- Die Landwirte: Diese soziale Gruppe litt massiv unter den sinkenden Preisen, was viele in den Ruin trieb und zur Abwanderung in die Städte führte.
- Die Mittelklasse: Rentenempfänger wurden durch den Wertverlust der Währung verwüstet. Kleine und mittlere Unternehmer litten unter Konkursen, Umsatzrückgängen und Personalabbau, was zu einer Ablehnung traditioneller Werte führte.
Wirtschaftspolitische Maßnahmen
Deflationspolitik
Zu Beginn der Krise reagierten die Regierungen mit liberalen Rezepten, der sogenannten Deflationspolitik. Ziel war es, Staatsausgaben und Kosten zu senken sowie den Wert der Währung durch Preissenkungen auf dem internationalen Markt zu erhalten. Die Ergebnisse waren katastrophal: sinkende Gehälter, ein massiver Anstieg der Arbeitslosigkeit und ein Rückgang der Produktion.
Autarkie
Die Autarkie war ein wirtschaftliches Modell, das vor allem von totalitären Systemen in Italien, Deutschland und der UdSSR verfolgt wurde. Es bestand darin, die Abhängigkeit vom Ausland zu minimieren und die Einfuhr von Waren streng zu kontrollieren. Der Staat sollte sich weitgehend selbst versorgen. Dies erforderte die Förderung der landwirtschaftlichen Produktion, die Ausbeutung heimischer Metalle und den Ersatz durch inländische Erzeugnisse. Diese autarke Politik war zudem mit einer sehr autoritären sozialen Kontrolle verbunden.