Die Weltwirtschaftskrise 1929: Ursachen, Folgen und Lösungen
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Die Entwicklung der Weltwirtschaftskrise
Der Schwarze Donnerstag am 24. Oktober 1929 markierte den Beginn einer globalen Wirtschaftskrise. Die betroffenen Länder versuchten in den 1930er Jahren verschiedene Lösungswege, um die Krise zu bewältigen:
- Reduktion der öffentlichen Ausgaben
- Beschränkung der Finanzmittel
- Reduzierung von Sozialausgaben und Löhnen
- Verringerung der Einfuhren
Der Fokus lag darauf, das Angebot zu verknappen. Die liberale Politik scheiterte jedoch und führte zu steigender Arbeitslosigkeit und Rezession. Großbritannien hielt an dieser Politik bis 1931 fest, die USA bis 1933 und Frankreich bis 1936.
Auswirkungen der Krise
Die Auswirkungen waren in allen Bereichen verheerend:
- Wirtschaft: Zusammenbruch von Banken und Schließung zahlreicher Unternehmen.
- Soziales: Massenarbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit und eine Zunahme der Kriminalität.
Wichtige Persönlichkeiten und Lösungsansätze
John Maynard Keynes (1883–1946)
Der britische Ökonom analysierte, dass die mangelnde Nachfrage infolge rückläufiger Investitionen das Hauptproblem darstellte. Er schlug eine aktive staatliche Interventionspolitik vor, um die öffentlichen Ausgaben zu steigern.
Herbert Hoover (1874–1964)
Der US-Präsident während des Börsenkrachs vertrat eine Politik der Nichteinmischung. Er glaubte, dass die Dynamik der Wirtschaft die Probleme von selbst lösen würde, was die Situation jedoch verschlimmerte.
Franklin Delano Roosevelt (1882–1945)
Nach seinem Wahlsieg 1928 übernahm er die USA inmitten der Krise. Sein Programm für soziale Reformen erzielte gute Ergebnisse bei der Bekämpfung der Rezession. Er zeichnete sich zudem durch die Auswahl kompetenter Mitarbeiter aus, die ihm halfen, das Land aus der Krise zu führen.
Die Auswirkungen auf Chile
Ein Bericht des Völkerbundes bezeichnete Chile als das am stärksten von der Weltwirtschaftskrise betroffene Land. Die Exporte halbierten sich im Wert. Der Verkauf von Kupfer und Salpeter, den Säulen der chilenischen Wirtschaft, brach zwischen 1929 und 1932 massiv ein. Die Einfuhren sanken um 88 %. Die Arbeitslosigkeit stieg drastisch an; Schätzungen gehen von 130.000 bis zu 300.000 betroffenen Menschen aus.