Die Weltwirtschaftskrise und der Aufstieg totalitärer Systeme
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Die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise
Die Weltwirtschaftskrise ruinierte Millionen von Menschen, Banken, Landwirte sowie die Industrie und den Außenhandel. Sie verbreitete sich von den Vereinigten Staaten aus über die ganze Welt.
Die Folgen der Krise
- Demografische Auswirkungen: Das Bevölkerungswachstum stagnierte und die überseeische Migration ging zurück, da die bisherigen Empfängerländer versuchten, die Arbeitslosigkeit intern zu verringern.
- Wirtschaftlicher Bereich: Die landwirtschaftliche und industrielle Produktion sowie der Außenhandel brachen aufgrund protektionistischer politischer Maßnahmen ein.
- Sozialer Bereich: Die Arbeitslosigkeit stieg massiv an. Der Mittelstand verarmte, und die Arbeiterschaft entwickelte eine tiefe Ablehnung gegenüber dem kapitalistischen System sowie ein Misstrauen in den Fortschritt.
- Politischer Bereich: Die Krise diskreditierte die Demokratie, da erste Lösungsversuche scheiterten.
Der New Deal und politische Reaktionen
Um Lösungen zu finden, initiierte Roosevelt ein Erholungsprogramm, das als New Deal bekannt wurde. Es befasste sich mit landwirtschaftlichen und industriellen Überschüssen, legte Mindestlöhne fest, verbesserte Maßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit und führte eine Arbeitslosenversicherung ein.
Ursachen für die Errichtung totalitärer Systeme
Die Entstehung totalitärer Systeme wurde begünstigt durch:
- Den Widerstand schlecht konsolidierter demokratischer Systeme.
- Die schwere Wirtschaftskrise.
- Soziale Polarisierung.
- Die Bildung ultra-nationalistischer Gruppen.
Soziale Unterstützung
Die soziale Basis totalitärer Systeme bildeten die vom Abstieg bedrohte Mittelschicht, das durch die Krise proletarisierte Großkapital, Arbeitslose, unzufriedene Ex-Kombattanten und konservative soziale Sektoren.
Merkmale totalitärer Systeme
- Autoritäre Macht: Der Staat vereint alle Macht in den Händen eines Führers. Es gibt keine Freiheit und keinen politischen Pluralismus; Opposition wird mit Gewalt zerschlagen.
- Staatliche Kontrolle: Der Staat kontrolliert Wirtschaft und Gesellschaft und lehnt soziale Gleichheit ab.
- Ideologie: Irrationales Denken und Ultra-Nationalismus, der die Größe der eigenen Nation preist und territoriale Ansprüche stellt.
- Militarismus: Gewalt und Krieg werden als Instrumente der Macht, des Prestiges und des Fortschritts verherrlicht.
Faschismus und Nationalsozialismus
Der italienische Faschismus
Der Faschismus entstand in Italien unter Benito Mussolini. Nach dem „Marsch auf Rom“ mit seinen „Schwarzhemden“ wurde er mit der Regierungsbildung beauftragt. Als „Duce“ implantierte er eine faschistische Diktatur und unterdrückte jegliche Opposition.
Der deutsche Nationalsozialismus
Der Nationalsozialismus entstand in Deutschland unter der Führung der NSDAP und Adolf Hitler. Im Jahr 1933 wurde Hitler zum Reichskanzler ernannt. Er rief das „Dritte Reich“ aus und errichtete eine eiserne Diktatur, die im Laufe der Zeit zum Zweiten Weltkrieg führte.
Kulturelle Entwicklungen
In der Wissenschaft gab es bedeutende Fortschritte, darunter die Formulierung der Relativitätstheorie durch Albert Einstein (1916), das Aufkommen der Quantenphysik und die Entwicklung psychologischer Theorien.