Weltwirtschaftskrise und der Aufstieg des Totalitarismus
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Erweiterung und Folgen der Weltwirtschaftskrise
Die Krise weitete sich von den USA aus, bis sie die ganze Welt herausforderte. Zu den Konsequenzen der Krise gehörten:
- Die demografische Entwicklung: Ein Rückgang des Bevölkerungswachstums und die Zunahme transozeanischer Migrationen.
- Wirtschaftliche Auswirkungen: Verringerte landwirtschaftliche Produktionsmethoden sowie Einbrüche in Industrie und Außenhandel.
- Soziale Folgen: Ein massiver Anstieg der Arbeitslosigkeit.
- Politische Folgen: Die Krise begünstigte das Ende politischer Demokratien sowie die Zunahme von Ideologien, Totalitarismus und Konsumismus.
Suche nach Lösungen: Der New Deal
Um die Krise zu lösen, förderten einige Länder die wirtschaftliche Autarkie, die Schaffung staatlicher Unternehmen und die staatliche Intervention in die Wirtschaft. US-Präsident Roosevelt setzte ab 1933 ein Erholungsprogramm in Gang, das als "New Deal" bekannt wurde.
Ursachen und soziale Basis des Totalitarismus
Ursachen für den Aufstieg
Zu den Ursachen zählten die Existenz schlecht konsolidierter demokratischer Systeme und die schwere Wirtschaftskrise, für welche die liberalen Regierungen verantwortlich gemacht wurden. Zudem herrschte eine soziale Polarisierung zwischen antirevolutionären Gruppen und ultranationalistischen Gruppierungen, die mit dem Vertrag vom Ersten Weltkrieg unzufrieden waren. Deutschland und Italien fühlten sich gedemütigt und sahen kaum Entwicklungschancen.
Soziale Unterstützung
Die soziale Basis für diese Bewegungen bildeten vor allem die Mittelschicht, das Großkapital, Veteranen, Arbeitslose sowie soziale Konservative.
Merkmale totalitärer Systeme
Politisches System
Es erfolgte die Implantation eines autoritären Systems, in dem die Macht konzentriert ist und durch einen Führer ausgeübt wird. Dieser gilt als unfehlbar und verlangt absoluten Gehorsam. Es gibt keinen politischen Pluralismus und keine Freiheiten; eine einzige Partei unterdrückt gewaltsam jegliche Opposition.
Staatliche Kontrolle und Ideologie
- Staatliche Kontrolle der Wirtschaft und der Gesellschaft.
- Ablehnung der sozialen Gleichheit.
- Irrationales Denken, Ultranationalismus und Militarismus.
Der italienische Faschismus
Der Faschismus entstand in Italien um Benito Mussolini, der 1919 die "Schwarzhemden" gründete. Im Jahr 1922 führte die Intervention dieser Gruppen gegen Streiks und Gewerkschaften dazu, dass Mussolini die Macht übernahm. Nach dem Marsch auf Rom beauftragte ihn König Viktor Emanuel III. mit der Bildung einer neuen Regierung. Mussolini setzte daraufhin eine faschistische Diktatur um.
Der deutsche Nationalsozialismus
Der Nationalsozialismus entwickelte sich in Deutschland über die 1920 gegründete und von Adolf Hitler geleitete Nazi-Partei. 1933 wurde Hitler nach Wahlerfolgen zum Reichskanzler von Deutschland ernannt. Einmal an der Macht, beendete er die Weimarer Republik, verkündete das Dritte Reich und implementierte eine harte Diktatur. Er führte eine militaristische und aggressive Politik, die auf der Ablehnung des Versailler Vertrages basierte. Dieses Verhalten provozierte schließlich den Zweiten Weltkrieg.