Werkstoffeigenschaften und Materialprüfung im Überblick

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Werkstoffeigenschaften

  • Sensorische Eigenschaften: Eigenschaften, die unsere Sinne ansprechen (z. B. Farbe, Geruch).
  • Optische Eigenschaften: Verhalten bei Lichteinfall. Man unterscheidet zwischen undurchsichtig (opak), transparent (durchsichtig) und lichtdurchlässig (transluzent).
  • Thermische Eigenschaften: Verhalten bei Wärmeeinwirkung. Unterteilt in wärmeleitende Materialien (z. B. Metalle) und Dämmstoffe (z. B. Glasfaser).
  • Magnetische Eigenschaften: Verhalten in einem äußeren Magnetfeld:
    • Diamagnetisch: Magnetfeld im Inneren ist schwächer.
    • Paramagnetisch: Magnetfeld im Inneren ist leicht verstärkt.
    • Ferromagnetisch: Magnetfeld im Inneren ist deutlich stärker.
  • Chemische Eigenschaften: Bestimmen die Lebensdauer durch Prozesse wie Oxidation (Reaktion mit Sauerstoff) oder Korrosion (Oxidation in feuchter Umgebung).
  • Mechanische Eigenschaften: Verhalten bei externen Krafteinwirkungen:
    • Elastizität: Fähigkeit, die ursprüngliche Form wiederzuerlangen.
    • Plastizität: Fähigkeit, eine neue Form dauerhaft beizubehalten.
    • Duktilität: Fähigkeit, sich zu Fäden dehnen zu lassen.
    • Walzbarkeit: Fähigkeit, sich zu Platten verformen zu lassen, ohne zu brechen.
    • Härte: Widerstand gegen das Eindringen von Fremdkörpern (Kratzfestigkeit).
    • Sprödigkeit: Mangelnde Verformbarkeit bei Belastung.
    • Zähigkeit: Widerstand gegen Bruch bei Krafteinwirkung.
    • Ermüdung: Verformung bei wechselnden Belastungen.
    • Bearbeitbarkeit: Leichtigkeit der spanenden Bearbeitung.
    • Härtbarkeit: Fähigkeit zur Steigerung der Härte.
    • Gießbarkeit: Fähigkeit, eine Gussform vollständig auszufüllen.
    • Widerstandsfähigkeit: Widerstand gegen Schlagbeanspruchung.

Mechanische Beanspruchungsarten

  • Zug: Kraft, die das Objekt zu verlängern versucht.
  • Druck: Kraft, die das Objekt zu verkürzen versucht.
  • Biegung: Kraft, die das Objekt durch Verformung krümmt.
  • Torsion (Drehmoment): Kraft, die das Objekt zu verdrehen versucht.
  • Scherung: Kraft parallel zur Oberfläche, die zum Durchtrennen führt.
  • Knickung: Ähnlich wie Druck, tritt jedoch bei schlanken Bauteilen auf.

Materialprüfverfahren

  • Zugversuch: Langsame Dehnung einer Probe bis zum Bruch zur Analyse der Materialeigenschaften.
  • Ermüdungsprüfung: Analyse des Materials durch schnelle Rotation und gleichzeitige Verformung.
  • Härteprüfung: Messung des Eindrucks eines Diamanten oder Prüfkörpers in das Material.
  • Kerbschlagbiegeversuch: Bestimmung der Energie, die benötigt wird, um eine Probe mittels Schlag (Pendelhammer) zu zerstören.

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