Wichtige Begriffe und Ereignisse des Mittelalters

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Wallfahrt

Eine Wallfahrt ist ein religiöses Ritual, bei dem eine Reise zu einem heiligen Ort unternommen wird, um Dankbarkeit zu zeigen oder um Vergebung für den eigenen Glauben zu bitten.

Katharismus

Der Katharismus war eine christliche Glaubensbewegung, die ab dem 11. Jahrhundert im Süden Frankreichs entstand. Sie vertrat einen christlichen Dualismus und befürwortete ein Leben in Armut.

Scholastik

Die Scholastik ist eine philosophische und theologische Bewegung, die auf dem Versuch beruht, Argumente der Offenbarung (Glaube) mit den Argumenten der Vernunft in Einklang zu bringen.

Theozentrismus

Der Theozentrismus ist eine Denkströmung, nach der Gott und der Glaube das Zentrum von allem Existierenden bilden.

Das Morgenländische Schisma (1054)

Die Teilung des Römischen Reiches in das West- und das Byzantinische Reich führte zu Spannungen zwischen den Kirchen von Rom und Konstantinopel.

Folgen des Schismas

  • Unterschiede in der lateinischen und griechischen Liturgie.
  • Differenzen in den liturgischen Feiern.
  • Im Westen wurde dem Papst eine allgemeine Interventionsbefugnis zugeschrieben, während im Osten das kollegiale Bischofsprinzip vorherrschte.
  • Im Westen wurde der Zölibat für alle Priester gefordert, im Osten galt er nur für Bischöfe und Mönche.

Frieden und Gottesfrieden

Zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert versuchte die Kirche mit diesen Institutionen, die Gewalt der Feudalherren zu begrenzen.

  • Gottesfrieden: Ein Recht auf Schutz, das die Kirche Menschen und Eigentum in einem geschützten Territorium gewährte.
  • Gottesfrieden (Waffenruhe): Die Aussetzung von Kämpfen und Konflikten über einen vorbestimmten Zeitraum (insbesondere zu Ostern und Pfingsten).

Investiturstreit

Die Investitur bezeichnete die Einsetzung von Geistlichen oder die Ernennung von Bischöfen und Äbten durch Könige und Adlige. Der daraus resultierende Konflikt wurde durch das Konkordat von Worms gelöst.

Abendländisches Schisma (1378–1417)

Dies war die Spaltung, die fast 40 Jahre lang zwischen zwei Gruppen von Kardinälen bestand, die jeweils zwei verschiedene Päpste mit unterschiedlichen politischen Interessen unterstützten.

Benediktinerorden

Der Orden wurde im Jahr 529 von St. Benedikt in Montecassino gegründet. Sein Leitspruch lautet „Ora et labora“ (Bete und arbeite). Weitere Reformbewegungen waren Cluny und die Zisterzienser.

Bettelorden

Die Bettelorden waren religiöse Gemeinschaften, die sich bemühten, durch das evangelische Ideal der Predigt und das Zeugnis eines gemeinschaftlichen Lebens in Armut den Glauben zu verbreiten.

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