Wichtige Begriffe der Wirtschafts- und Sozialgeschichte

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Grundbegriffe der Agrar- und Wirtschaftsgeschichte

  • Fruchtfolge: Bodenbearbeitung, bei der abwechselnd einjährige Kulturen auf derselben Fläche angebaut werden.
  • Brache: Ackerland, das für ein Jahr oder länger nicht bestellt wird, um sich zu regenerieren.
  • Demografische Modelle: Bevölkerungsstruktur, bei der sich Entwicklung, Geburtenrate und Sterblichkeit in einem mehr oder weniger konstanten Verhältnis befinden.
  • Subsistenzkrise: Wirtschaftskrise, die während des Ancien Régime regelmäßig auftrat und durch Ernteausfälle zu Hungersnöten führte.
  • Mittelalter: Epoche der westlichen Geschichte zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert, geprägt durch den Aufstieg der Städte und die Entwicklung des Handwerks.
  • Manufaktur: Bezeichnet die handwerkliche Herstellung von Produkten, insbesondere in der Textilindustrie (Garne und Gewebe). Bauern des 18. Jahrhunderts produzierten diese oft in Heimarbeit (Verlagssystem), bevor sie in die Stadt geliefert wurden.
  • Absolutismus: Herrschaftsform, bei der der Monarch keinerlei rechtlichen Beschränkungen unterliegt und die uneingeschränkte Staatsgewalt ausübt.
  • Opiumkriege: Britische Kriege gegen China, um den freien Handel mit Opium auf dem chinesischen Markt zu erzwingen, obwohl der Konsum dort verboten war.
  • Take-off: Englischer Begriff für den wirtschaftlichen „Durchbruch“ oder Start einer industriellen Entwicklung.
  • Enclosure (Einhegung): Englischer Begriff für die Umzäunung von Landflächen durch deren Besitzer.

Politische und gesellschaftliche Fachbegriffe

  • Markt: Ort, an dem Produkte gekauft und verkauft werden.
  • Allgemeines Wahlrecht: Politisches System, in dem alle volljährigen Bürger wahlberechtigt sind (historisch oft unter Ausschluss von Frauen).
  • Zensuswahlrecht: Politisches System, in dem nur Männer über 21 Jahren mit einem bestimmten Einkommen oder Bildungsabschluss (z. B. Lehrer, Priester) wählen durften.
  • Sansculotten: Bezeichnung für die städtische Unterschicht während der Französischen Revolution, benannt nach ihrer Kleidung (lange Hosen statt Kniebundhosen).
  • Dritter Stand: Soziale Gruppe, die die produktiven Kräfte der Gesellschaft stellte (Bürgertum, Arbeiterschaft und Bauern).
  • Generalstände: Versammlung der drei Stände der französischen Gesellschaft des Ancien Régime: Adel, Klerus und Bürgertum.
  • East India Company: Englisches Handelsunternehmen, das ein Monopol für den Handel mit den Kolonien besaß.
  • Nationale Souveränität: Die Quelle, aus der die Legitimität der staatlichen Befehlsgewalt hervorgeht.
  • Gewaltenteilung: Politische Theorie von Montesquieu, nach der die gesetzgebende (Legislative), rechtsprechende (Judikative) und ausführende (Exekutive) Gewalt getrennt sein müssen.
  • Gesetz von Angebot und Nachfrage: Wirtschaftsprinzip: Übersteigt das Angebot die Nachfrage, sinken die Preise und stimulieren den Konsum. Übersteigt die Nachfrage das Angebot, steigen die Preise und stimulieren die Produktion.

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