Wichtige Krankheitsbilder: Von Funktionsstörungen bis Ernährung

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Funktionsstörungen und Stoffwechselkrankheiten

Funktionsstörungen treten auf, wenn Zellen, Gewebe oder Organe des Körpers Beeinträchtigungen im Betrieb erfahren; man spricht dann von funktionellen Erkrankungen. Einige dieser Störungen beeinflussen den Stoffwechsel und führen zu Stoffwechselkrankheiten. Ein bekanntes Beispiel für eine Stoffwechselkrankheit ist Diabetes.

Degenerative Erkrankungen sind dadurch gekennzeichnet, dass die Störungen schweren Schaden an der Struktur von Zellen, Geweben oder Organen verursachen, wie es bei Parkinson oder Krebs der Fall ist. Die Heilung dieser Erkrankungen erfordert in der Regel spezielle medizinische Interventionen.

Tumore und Krebserkrankungen

Wenn die natürliche zelluläre Selbststeuerung versagt, kann dies zu unkontrolliertem Wachstum und somit zu einem Tumor oder einem Neoplasma führen. Wenn die abnormalen Zellen zusammenbleiben, wird der Tumor als gutartig eingestuft. Umgekehrt, wenn sich entartete Zellen durch die Blutbahn in andere Teile des Körpers verbreiten, um dort Zweittumoren (Metastasen) zu bilden, wird der Tumor als bösartig bezeichnet und heißt Krebs.

Die Therapien zur Bekämpfung von Krebs reichen von der operativen Entfernung bis hin zur Strahlentherapie. Derzeit werden weitere Techniken entwickelt, die gezielt nur Krebszellen angreifen und gesunde Zellen schonen.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen lassen sich in verschiedene Typen unterteilen, darunter ischämische Herzkrankheiten, Aneurysmen und Arteriosklerose. Wenn der innere Bereich der Herzkranzgefäße ganz oder teilweise verschlossen ist, werden einige Bereiche des Herzens nicht ausreichend durchblutet (Ischämie). Ein vollständiger Verschluss einer Arterie kann eine Nekrose des Herzmuskels verursachen, bekannt als Myokardinfarkt.

Im Laufe des Lebens können Arterien natürliche degenerative Prozesse erfahren. An der Aorta können abnormale Ausweitungen auftreten, die als Aneurysmen bezeichnet werden. Arteriosklerose beschreibt die Verhärtung der Arterien und den damit verbundenen Verlust der Elastizität.

Transplantationen und Solidarität

Eine Transplantation ist ein Verfahren, bei dem ein Organ oder Gewebe von einem Spender auf einen Empfänger übertragen wird. Es gibt zwei Hauptgruppen:

  • Organtransplantation: Niere, Herz, Leber (komplexe chirurgische Eingriffe).
  • Gewebetransplantation: Knochenmark (einfacheres Verfahren, bei dem Zellen in die Blutbahn injiziert werden, die sich natürlich umsetzen).

Das Hauptproblem bei Transplantationen ist die Kompatibilität. Die Technik der Transplantation verbessert sich stetig, wobei die Operationen oft kompliziert sind und mehrere Stunden im Operationssaal in Anspruch nehmen.

Erkrankungen des Nervensystems

Das Gehirn und das Rückenmark sind für die Steuerung und Koordination von Bewegung und Empfindung verantwortlich. Mängel in ihrer Funktion können zu folgenden Krankheitsbildern führen:

  • Lähmungen (Paralyse): Die Aufhebung der Nervenfunktion, meist verursacht durch Traumata.
  • Epilepsie: Ein Syndrom, das durch eine funktionelle Veränderung der Aktivität von Nervenzellen im Gehirn verursacht wird. Bei der weit verbreiteten Epilepsie gehen Krämpfe mit Bewusstseinsverlust einher und betreffen den gesamten Körper. Die partielle Epilepsie betrifft nur den Körperteil, der dem beschädigten Bereich im Gehirn zugeordnet ist.
  • Demyelinisierende Nervenkrankheiten: Diese führen zur Zerstörung der Myelinscheide um die Nervenfasern, wie zum Beispiel bei der Multiplen Sklerose.
  • Neurodegenerative Erkrankungen: Die wichtigsten sind Alzheimer und Parkinson. Alzheimer ist die häufigste Ursache für Demenz im Alter; sie ist durch die Atrophie von Neuronen im kognitiven Bereich geprägt, was zu Gedächtnisverlust, Aufmerksamkeitsstörungen und Sprachproblemen führt. Parkinson resultiert aus der Degeneration von Nervenzellen in den Basalganglien des Gehirns, was bei Patienten zu Zittern (Tremor) führt.

Sexuell übertragbare Infektionen (STI)

Bei dieser Art von Geschlechtskrankheiten sind direkter sexueller Kontakt, Bluttransfusionen oder die Verwendung infizierter Spritzen die Hauptübertragungswege. Bekannte Infektionen sind Syphilis, Gonorrhö und Herpes genitalis. Überbelegung kann deren Ausbreitung fördern.

Heutige diagnostische Methoden sind sehr schnell und ermöglichen eine rasche Identifizierung der Krankheit. Bakterielle Infektionen können oft erfolgreich mit einer Antibiotika-Therapie behandelt werden. Weitere sexuell übertragbare Krankheiten sind Hepatitis B (eine virale Leberentzündung) und AIDS. AIDS verursacht eine Immunschwäche und führt zu weiteren Begleiterkrankungen; eine Heilung gibt es bislang nicht. In entwickelten Ländern sind bakterielle Krankheiten weitgehend unter Kontrolle.

Psychische Erkrankungen

Psychische Gesundheit ist ein Zustand des Wohlbefindens, der über die bloße Abwesenheit von Krankheit hinausgeht. Sie beinhaltet eine positive Bereitschaft, Konflikte zu lösen, persönliche Autonomie und die effiziente Anpassung an die Realität. Dabei spielen biologische, psychische und soziale Faktoren eine Rolle.

Arten von psychischen Störungen:

  • Körperlich bedingte Störungen: Beeinträchtigungen der geistigen Funktion durch Tumore, Kreislaufprobleme etc.
  • Geistige Behinderung: Wenn die Intelligenz signifikant niedriger als normal ist.
  • Affektive Störungen: Depressionen als Zustand von Traurigkeit und Unglück, die vorübergehend oder permanent sein können.
  • Neurosen: Geistige Störungen mit hohem Angstgrad oder Obsessionen, oft durch Konflikte im Umfeld produziert; dies ist eine leichtere Veränderung der Persönlichkeit.
  • Psychosen: Erhebliche Störung der Realitätswahrnehmung. Die wichtigsten Arten sind Schizophrenie und schwere affektive Störungen.
  • Persönlichkeitsstörungen: Hierzu zählt die Psychopathie, die durch einen Mangel an Schuldgefühlen oder Reue gekennzeichnet ist.

Ernährungsbedingte Erkrankungen

Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung in jeder Lebensphase hilft, die Gesundheit sowie das Wachstum und die Funktion der Organe zu erhalten. Störungen durch schlechte Ernährungsgewohnheiten umfassen:

  • Störungen durch Überschuss oder Defizit: Kalorienüberschuss führt zu Adipositas (Fettleibigkeit), während Unterernährung auftritt, wenn der tägliche Nährstoffbedarf nicht gedeckt wird.
  • Erkrankungen des Verdauungssystems: Diese hängen oft mit bestimmten Lebensmitteln oder schlechten Gewohnheiten zusammen. Zöliakie ist eine Gluten-Unverträglichkeit. Gastritis ist eine Entzündung der Magenschleimhaut, während ein Magengeschwür eine tiefere Wunde in der Schleimhaut darstellt.

Essstörungen mit nervöser Komponente:

  • Anorexie (Magersucht): Eine Störung mit abnormalem Essverhalten und der Angst vor Übergewicht. Betroffene haben ein verzerrtes Bild vom eigenen Körper. Die Behandlung erfordert ärztliche Überwachung, Ernährungstherapie und psychologische Hilfe.
  • Bulimie (Ess-Brech-Sucht): Beginnt oft bei Personen mit dem Wunsch, Gewicht zu verlieren. Es kommt zu Heißhungerattacken (Binge Eating), gefolgt von Schuldgefühlen und Maßnahmen wie Erbrechen oder dem Gebrauch von Abführmitteln.

Definitionen

Lebensmittel: Alle natürlichen oder hergestellten Systeme, die Nährwerteigenschaften besitzen.

Nährstoffe: Stoffe wie Kohlenhydrate, Proteine, Fette, Vitamine und Wasser, die für die körperlichen Funktionen sowie den Materie- und Energiebedarf benötigt werden.

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