Wichtige rhetorische Figuren und Stilmittel erklärt
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Metapher
Die Metapher ist ein sprachliches Bild, bei dem ein Wort durch ein anderes ersetzt wird, um eine Idee ausdrucksstärker zu gestalten. Wenn man den Vergleichslink (wie „wie“) entfernt, wird aus einem Vergleich eine Metapher.
- „Die Zypresse ist ein Brunnen.“
- „Der Mund einer Erdbeere“ (Erdbeere steht für rot und süß).
Manchmal wird nur der bildliche Begriff verwendet; man spricht dann von einer reinen Metapher:
- „Der süße Mund lädt zum Kosten ein...“
- „Ein Witz unter destillierten Perlen“ („Perlen“ entspricht hier den „Zähnen“).
Antithese
Die Antithese stellt zwei Wörter oder Begriffe gegenüber, die einander widersprechen, um Aufmerksamkeit zu erregen:
- „An Schlaf war gestern, morgen ist Land!“
- „Kurz davor, nichts, und kurz danach, zu rauchen!“
Personifikation (Prosopopeia)
Hierbei werden unbelebten oder irrationalen Wesen menschliche Qualitäten zugeschrieben:
- „Mit meinen Steinen die Trauer erweichen, ihre natürliche Härte brechen; die Bäume scheinen sich zu beugen; Vögel, die beim Singen gehört werden, mit unterschiedlicher Sprache kondolieren, und ich denke, ich sterbe, während ich singe.“
Epitheton (Schmuckbeiwort)
Das Epitheton ist die Verwendung von Adjektiven, die meist vor Substantiven stehen, um Lebendigkeit und Farbe hinzuzufügen, ohne die Bedeutung wesentlich zu verändern:
- „Für dich das grüne Gras, den kühlen Wind, die Lilie, weiß und rosa, der süße Frühling.“
Hyperbaton
Das Hyperbaton verändert die normale Wortreihenfolge in einem Satz:
- „Dies also, gähnend gewaltiges Land, die traurige Leere.“ (Logische Reihenfolge: Die melancholische, gähnende Leere dieses furchtbaren Landes.)
Anapher
Die Anapher ist die Wiederholung eines oder mehrerer Wörter am Anfang aufeinanderfolgender Sätze:
- „Verließ ich für dich meine Wälder... Ich hörte auf zu zittern, verließ ich einen Ruck. Ich verließ meinen Schatten... Ich verließ traurige Tauben in der Nähe eines Flusses. Ich hörte auf zu riechen, das Meer, hörte ich auf dich.“
Asyndeton
Das Asyndeton ist die absichtliche Unterdrückung von Konjunktionen oder Bindewörtern zwischen Sätzen oder Wörtern:
- „Komm, laufen, fliegen, hohe Pässe, nahm die Ebene, nicht verzeihen, die Sporen, nicht Frieden geben bei der Hand...“
Polysyndeton
Das Polysyndeton ist die bewusste Verbindung mehrerer Sätze oder Wörter durch wiederholte Bindewörter:
- „Und es wird erkannt, und wächst, und startet, und vorschreitet, und schäumt, und springt, und vertraut, und spaltet sich...“