Wirtschaft und Verwaltung in Spanien: Ein Überblick
Eingeordnet in Geographie
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 2,26 KB
Export und Import
Export: Verkauf von Produkten aus einem Land in ein anderes. Exporte umfassen Halbzeuge, Industrieprodukte, Konsumgüter sowie landwirtschaftliche Erzeugnisse.
EU-Importe: Der Kauf von Produkten aus anderen Ländern. In den letzten Jahren ist ein Anstieg zu verzeichnen. Besonders hervorzuheben sind Energieprodukte sowie industrielle und landwirtschaftliche Güter, die den größten Anteil der EU-Einfuhren ausmachen.
Öffentliche Verwaltung
Lokale Verwaltung
Öffentlicher Dienst, dessen Geltungsbereich die Gemeinde ist. Diese muss eine Reihe von Dienstleistungen anbieten. Derzeit gibt es etwa 8.100 Kommunen.
Staat und Autonomie
Die Verfassung von 1978 legte die Bedingungen fest, unter denen Regionen Autonomie beantragen konnten. Diese Bedingungen basieren auf gemeinsamen historischen, kulturellen oder wirtschaftlichen Merkmalen. Die Autonomen Gemeinschaften verfügen über eigene Institutionen, und die Kommunen sind administrativ in Provinzen unterteilt.
Status der Autonomie
Die Autonomen Gemeinschaften besitzen ein Autonomiestatut, das von den Gerichten angenommen wurde und die territoriale Abgrenzung definiert. Seit 2006 befinden sich neue Statuten in Vorbereitung.
Wirtschaftliche Strukturen
Multinationale Unternehmen
Unternehmen, die Produktionsstätten in verschiedenen Ländern besitzen und deren Entscheidungen zentral, beispielsweise am Hauptsitz, getroffen werden.
Handelsbilanz
Die Differenz zwischen Exporten und Importen kann positiv oder negativ sein. In Spanien war die Handelsbilanz traditionell negativ, da die Importe die Exporte überstiegen. Das Defizit der Handelsbilanz wird durch Einnahmen aus dem Tourismus und Investitionen von ausländischem Kapital kompensiert.
Schattenwirtschaft
Diese Art der wirtschaftlichen Tätigkeit bewegt sich außerhalb der gesetzlichen steuerlichen Verpflichtungen. Aufgrund hoher Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen und Frauen sowie der Zuwanderung wird häufig auf marginale Arbeitskräfte zurückgegriffen. Schätzungen zufolge erzeugt die Schattenwirtschaft in Spanien bis zu 20 % des nationalen Reichtums, was in weniger entwickelten Ländern sehr verbreitet ist.