Wirtschaftliche Entwicklung und gesellschaftlicher Wandel

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Fortsetzung der wirtschaftlichen Entwicklung

Abhängigkeit von außen

Der Beitrag der Straße war entscheidend für das rasante Wachstum dieser Phase und die Konsolidierung der industrialisierten Gesellschaft. Durch Einfuhren wurde die Industriestruktur durch neue Technologien revolutioniert, unterstützt durch hohe Investitionen und Transfers. Eine Reihe europäischer Länder nahm die Mehrarbeit aus der Landwirtschaft auf, während die europäischen Wohlfahrtsstaaten eine massive touristische Bewegung erzeugten, in der Spanien ein bevorzugtes Reiseziel fand. Ohne die Einnahmen aus dem Tourismus, Emigrantenüberweisungen und ausländischen Investitionen hätte es kein spanisches Wirtschaftswunder gegeben.

Die Grenzen der Industrialisierung

In den frühen 70er Jahren war das spanische Pro-Kopf-Einkommen noch deutlich niedriger, während ein Trend zu steigenden Preisen (Inflation) auftauchte. Es gelang nicht, genügend Arbeitsplätze zu schaffen, und es zeigten sich immer mehr negative Aspekte dieser Phase:

  • Ursachen der Inflation: Landwirtschaftliche Preissteigerungen, die Steifigkeit der Versorgung, der expandierende Dienstleistungssektor und die Währungspolitik.
  • Arbeitsmarkt: Die Intensität des Industrialisierungsprozesses und der Beschäftigungsabbau in der Landwirtschaft prägten das Bild.

Während die Emigration anhielt, blieb die Arbeitslosenquote weiterhin niedrig. Die letzte Stufe war durch begrenzte technologische Fortschritte und eine mangelnde Liberalisierung des Finanzsystems gekennzeichnet.

Modernisierung der spanischen Gesellschaft

Soziale Transformation

Die gesellschaftliche Modernisierung begann mit einer starken Zunahme der Bevölkerung. Die Peripherien der großen Städte füllten sich mit neuen Industrievierteln. Die Entwicklung der gewerblichen Wirtschaft führte zu einem Wandel der sozio-professionellen Strukturen:

  • Zunahme der städtischen Fach- und Führungskräfte.
  • Entstehung einer großen Masse an Industriearbeitern, was die Gewerkschaften stärkte.
  • Wachstum des Mittelstandes und der Staatsbediensteten.
  • Rückgang der ländlichen Bevölkerung mit entsprechenden Auswirkungen auf die sozialen Strukturen auf dem Land.

Verhaltensänderungen

Auch soziale Verhaltensweisen und kulturelle Muster änderten sich grundlegend. Ein enormer Wandel im Bildungssystem gipfelte im allgemeinen Bildungsgesetz (Ley General de Educación), das die Alphabetisierung der Bevölkerung systematisch steigerte und die staatlichen Investitionen erhöhte. Auch die Zahl der Universitätsstudenten nahm stark zu.

Die Familie begann, sich auf zukünftige Veränderungen einzustellen. Die Einbeziehung der Frauen in neue produktive Tätigkeiten nahm zu. Spanische Haushalte wurden mit neuen Konsumgütern wie dem Seat 600, Fernsehern und Kühlschränken ausgestattet. Zudem setzte sich eine neue Mentalität im religiösen Bereich durch: Die Freiheit des Denkens und der religiösen Praxis wurde eingefordert, und ein Teil der Kirche begann, sich von der staatlichen Reglementierung zu lösen.

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