Wirtschaftliche Entwicklung Spaniens unter Franco (1939–1959)

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Wirtschaftliche Entwicklung: Der lange Krieg (1939–1959)

Der Bürgerkrieg brachte Zerstörung und forderte erhebliche wirtschaftliche Kosten. Das Ergebnis war ein Rückgang der landwirtschaftlichen und industriellen Produktion sowie ein Sinken des Volkseinkommens und der Pro-Kopf-Einkommen. Weniger logisch war die Tatsache, dass die wirtschaftliche Stagnation und Depression für 20 Jahre anhielten. Während der 1940er Jahre blieben Einkommen und Produktion unter dem Vorkriegsniveau. Es dauerte 15 Jahre, bis sich die Wirtschaft erholte; die Folgen waren nicht nur dem Krieg, sondern auch vielen Entscheidungen Francos geschuldet.

Die Autarkie (1939–1950)

In dieser Zeit herrschten Armut und Hunger. Diese Situation prägte die erste Phase der Diktatur, zusätzlich erschwert durch die internationale politische Isolation Spaniens nach dem Zweiten Weltkrieg. Franco setzte auf eine Wirtschaftspolitik, die auf Autarkie basierte. Spanien war geprägt vom Wunsch, sich wirtschaftlich vom Ausland zu isolieren, sowie durch staatliche Einflussnahme auf Produktion, Warenvertrieb, Preise und Wechselkurse.

Die Rolle des INI

Im Rahmen dieser autarken Politik wurde das INI (Instituto Nacional de Industria) gegründet, damit der Staat Produkte herstellen konnte, die private Unternehmen nicht liefern konnten. Das Ziel der Eigenständigkeit war in Spanien jedoch kaum erreichbar, da grundlegende Rohstoffe fehlten.

Soziale Auswirkungen

Die Arbeiterklasse litt unter der Verschlechterung ihrer Lebensbedingungen, zum Beispiel durch:

  • Sinkende Reallöhne
  • Erhöhte Gewinnspannen
  • Mangelnde Versorgung und Arbeitsplätze

Die Ära der Autarkie bedeutete eine Zunahme der sozialen Ungleichheiten, die Verarmung der Bevölkerung und eine korrupte Regierung.

Die 1950er Jahre

Zwischen 1951 und 1957 begann sich die spanische Wirtschaft zu erholen. Das Ende der internationalen Isolation und die wirtschaftliche Hilfe der USA führten zu einem moderaten Wachstum. Die Ernährung während dieser Zeit hing stark von der Textilindustrie ab, die jedoch eine geringe Produktivität und ein niedriges technisches Niveau aufwies.

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