Wirtschaftskrise und Weltwirtschaft in den 1920er/30er Jahren

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Die 1920er Jahre: Internationale Zusammenarbeit

Die frühen Nachkriegsjahre waren durch den Versuch internationaler Zusammenarbeit und protektionistische Maßnahmen geprägt.

Der Dawes-Plan (1924)

Ziele zur Normalisierung der deutschen Wirtschaft:

  • Stabilisierung der deutschen Währung.
  • Regulierung der Reparationszahlungen.
  • Wiederbelebung der deutschen Wirtschaft durch amerikanische Kredite.

Wirtschaftswachstum in den USA

  • Steigerung der Produktion und günstigere Preise.
  • Förderung neuer Industriezweige.

Die Situation in Europa

  • Frankreich: Industrielles Wachstum.
  • Großbritannien: Wirtschaftliche Stagnation.
  • Deutschland: Krise bis 1925, gefolgt von einer Erholungsphase.

Die Weltwirtschaftskrise von 1929

Ursachen

  • Krise in der Industrie und im Bausektor.
  • Übermäßige Börsenspekulation.
  • Diskrepanz zwischen Börsenkursen und realer Wirtschaftslage.

Der Börsenkrach

Am „Schwarzen Donnerstag“ wurden 13 Millionen Aktien zum Verkauf angeboten, was zu einem massiven Wertverlust führte.

Konsequenzen

In den USA kam es zu einem Zusammenbruch des Finanzsystems, Bankenschließungen, Massenpleiten und hoher Arbeitslosigkeit. Die Krise verbreitete sich global, da die USA ihre Investitionen in Europa abzogen und Länder mit protektionistischen Handelsbarrieren reagierten.

Die Große Depression der 1930er Jahre

Erste Schritte

  • Versagen der deflationären Politik.
  • Zunehmender Protektionismus und mangelnde internationale Kooperation.

Nationale Politiken

Die USA und der „New Deal“

Nach dem Amtsantritt von Franklin D. Roosevelt im Jahr 1933 wurde der „New Deal“ eingeleitet, um die Wirtschaft durch staatliche Intervention zu beleben:

  • Sanierung des Bankensystems.
  • Investitionen in öffentliche Arbeiten zur Schaffung von Arbeitsplätzen.
  • Reduzierung der landwirtschaftlichen Produktion zur Preisstabilisierung.
  • Förderung von Großunternehmen zur Wettbewerbsregulierung.
  • Soziale Verbesserungen: Mindestlohn, Arbeitszeitbegrenzung und Einführung von Renten- sowie Invalidenversicherungen (Grundlagen des Wohlfahrtsstaates).

Reaktionen in Europa

  • Großbritannien: Verstärkter Protektionismus und Handelsabkommen mit den Kolonien.
  • Frankreich: Öffentliche Arbeiten zur Beschäftigungsförderung und Verbesserung des Lebensstandards.
  • Deutschland: Staatliche Kontrolle der Wirtschaft, Streben nach Autarkie (Unabhängigkeit von Importen) sowie Förderung von Bau- und Rüstungsindustrie zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit.

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