Wirtschaftslexikon: Grundbegriffe der Industriepolitik

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Protektionismus

Dies bezeichnet eine Wirtschaftspolitik, die darauf abzielt, die heimische Wirtschaft zu schützen. Durch Zölle, Steuern und Importbeschränkungen werden ausländische Produkte verteuert, um den Wettbewerb für inländische Erzeugnisse zu erleichtern.

Autarkie

Der Begriff Autarkie beschreibt einen Zustand, in dem Länder, Regionen oder Unternehmen versuchen, unabhängig von ausländischen Importen zu sein. Dies wird meist in Staaten mit ausreichenden natürlichen Ressourcen angestrebt, um eine vollständige wirtschaftliche Selbstversorgung zu erreichen.

Entwicklungspläne in Spanien

Während der späten Franco-Ära (1964–1975) wurden drei indikative Entwicklungspläne umgesetzt. Diese folgten auf den Stabilisierungsplan von 1959, der die schwierigen Nachkriegsjahre überwand, in denen das INI eine zentrale Rolle spielte.

Siderurgie

Hierbei handelt es sich um eine Technik zur Verarbeitung von Eisenerz zu verschiedenen Arten von Eisen oder dessen Legierungen.

Nationales Institut für Industrie (INI)

Das INI war eine staatliche Einrichtung, die von Juan Antonio Suanzes gegründet wurde, um die industrielle Entwicklung in Spanien gezielt zu fördern.

Fordistisches System

Dieses Fertigungssystem wurde von Henry Ford in den Vereinigten Staaten für die Automobilproduktion eingeführt und revolutionierte die industrielle Massenfertigung.

Skaleneffekte (Economies of Scale)

Dieser Prozess beschreibt das Sinken der Stückkosten bei steigender Produktionsmenge. Durch die Vergrößerung der Anlagen steigt die Produktivität, was die durchschnittlichen Produktionskosten senkt.

Externe Effekte

Auch als External Economies bekannt. Sie bezeichnen positive Auswirkungen auf Verbraucher oder Hersteller, für die diese keine direkten Kosten tragen müssen.

Agglomerationsvorteile

Dies sind Einsparungen bei den Produktionskosten, die durch die Nutzung gemeinsamer Infrastruktur und Dienste durch mehrere Unternehmen an einem Standort entstehen.

Staatliche Unternehmen

Hierbei handelt es sich um Unternehmen, die sich vollständig oder teilweise im Besitz einer staatlichen Ebene befinden, sei es auf nationaler, kommunaler oder einer anderen administrativen Ebene.

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