Wirtschaftssektoren und industrielle Produktion erklärt

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Wirtschaftliche Tätigkeiten im Überblick

Wirtschaftliche Tätigkeiten werden in drei Gruppen eingeteilt:

1. Primärsektor (Hauptaktivitäten)

Dies sind Aktivitäten, die mit der Gewinnung und Beschaffung von natürlichen Rohstoffen zusammenhängen. Diese Rohstoffe werden entweder direkt verzehrt oder in industriellen Produktionsverfahren weiterverarbeitet.

2. Sekundärsektor (Nebentätigkeiten)

Hierbei handelt es sich um die Umwandlung von Rohstoffen in andere Produkte. Die Industrie ist die typische Nebentätigkeit.

3. Tertiärsektor (Dienstleistungen)

Dieser Sektor umfasst alle Serviceleistungen, wie beispielsweise den Groß- und Einzelhandel.

Verflechtung von Industrie und Dienstleistungen

Die wirtschaftlichen Aktivitäten sind in einer Kette miteinander verknüpft, wobei primäre, sekundäre und tertiäre Aktivitäten ineinandergreifen. Dies verbessert die allgemeinen wirtschaftlichen Bedingungen.

Das Verhältnis zwischen Industrie- und Dienstleistungssektor ist eng: Die industrielle Produktion benötigt beispielsweise:

  • Banken zur Finanzierung von Investitionen
  • EDV-Dienstleistungen für Produktionsprozesse
  • Designer für die Produktentwicklung
  • Werbung zur Vermarktung der Güter
  • Transportunternehmen für die Logistik

Organisation der industriellen Produktion

Die ersten Maschinen in der industriellen Produktion wurden durch Wasserkraft angetrieben und befanden sich daher in der Nähe von Wasserstraßen. In den letzten Jahrzehnten haben bedeutende technologische Innovationen, wie die Entwicklung der Mikroelektronik und Computer, die Produktion grundlegend verändert.

Globale Verteilung der Produktion

Die industrielle Fertigung gliedert sich in verschiedene Phasen: Planung, Herstellung, Montage und Werbekampagnen. Entscheidungen und Finanzierungen werden meist in den Hauptquartieren getroffen. Durch den Fortschritt im Transportwesen und neue Technologien kann die Produktion fragmentiert werden. Dies führt zu einer territorialen Arbeitsteilung, bei der hochbezahlte Segmente in Industrieländern und arbeitsintensive Stufen in weniger entwickelten Ländern angesiedelt sind.

Industrialisierung in Argentinien

Die ersten Industrien in Argentinien waren Mühlen und eine wachsende Textilindustrie. Den größten Impuls erhielt die Industrialisierung jedoch durch die Importsubstitution, bei der importierte Produkte zunehmend durch im Inland gefertigte Waren ersetzt wurden.

Unternehmensformen: Transnationale Konzerne und KMU

Großunternehmen agieren oft als transnationale Konzerne mit inländischem oder ausländischem Kapital. Wenn ein Unternehmen der einzige Anbieter eines Produkts ist, spricht man von einem Monopol; sind es nur wenige Anbieter, handelt es sich um ein Oligopol.

KMU (Kleine und mittlere Unternehmen) verfügen meist über nationales Kapital. Sie sind von großer Bedeutung für den Arbeitsmarkt, da sie rund 80 % der Erwerbstätigen in der Industrie beschäftigen.

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