Wissenschaftlich-technische Texte: Merkmale und Struktur

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Lektion 8: Wissenschaftlich-technische Texte

Allgemeine Merkmale wissenschaftlicher Texte

Es handelt sich um eine Sammlung von Texten, die in einem der beiden großen Zweige des Wissens erstellt wurden: den exakten Wissenschaften und den Naturwissenschaften. Diese sind als Studium der physikalischen Realität konzipiert, die unabhängig vom Menschen existiert.

Der Hauptzweck dieser Texte ist es, als Medium für die Übertragung von etabliertem Wissen und neuen Erkenntnissen über die äußere Realität zu dienen, die bereits eingetreten sind oder noch immer eintreten. Ihr Empfänger ist in den meisten Fällen nicht die Gesellschaft als Ganzes. Die ständigen Fortschritte in der Wissenschaft und ihre Komplexität haben dazu geführt, dass die wissenschaftliche und technische Sprache zu einer echten Sprachgruppe mit entsprechender Terminologie geworden ist.

Generell weisen sie folgende gemeinsame Merkmale auf:

  • Objektive Ziele: Das Thema dieser Texte ist stets die äußere Realität. In diesen Texten haben weder gegensätzliche Meinungen noch Gefühle des Emittenten Platz.
  • Universalität: Die Inhalte und Konzepte der Wissenschaft sind für alle gültig, die sich damit beschäftigen, da die Tatsachen für jeden die gleichen sind. Die in der Wissenschaft verwendeten Klassifikationen besitzen universelle Gültigkeit.
  • Revision: Die Inhalte unterliegen einer ständigen Revision durch spezifische Fortschritte in der Wissenschaft und Veränderungen in den Erklärungsmodellen.
  • Verifizierbarkeit: Die durchgeführte Forschung und deren Ergebnisse müssen demonstrierbar und beweisbar sein. Kohärenz und Kohäsion sind in jedem wissenschaftlich-technischen Text unverzichtbar.
  • Klarheit und Genauigkeit: Diese Merkmale haben besondere Relevanz. Unklarheiten müssen verhindert werden, damit in der Interpretation des Lesers nichts dem Zufall überlassen oder missverstanden wird. Ein sehr spezielles Vokabular, das durch Monosemie (Eindeutigkeit) gekennzeichnet ist, unterstützt diese Klarheit. Um diese Klarheit zu erreichen, nutzen wissenschaftliche und technische Texte eine Vielzahl sprachlicher Ressourcen (Definitionen, Erläuterungen) und nicht-sprachlicher Mittel (Diagramme, Grafiken).

Strukturelle Aspekte: Die Organisation von Ideen

Die grundlegenden Merkmale, die bei der Organisation von Ideen beachtet werden müssen, sind Klarheit und Konsistenz. Daher neigen diese Texte dazu, herkömmlichen Strukturmustern zu entsprechen. Man unterscheidet vor allem vier grundlegende Schemata:

  • Wissenschaftliche Demonstration: Einführung + Entwicklung + Schlussfolgerung.
  • Erklärung von Theorien: Ihr Zweck ist es, eine Reihe von Prinzipien, Fakten und wissenschaftlichen Daten geordnet und klar darzustellen (Exposition).
  • Technische Beschreibung: Sie ist charakteristisch für zwei Arten von Texten: rein wissenschaftliche Texte und Texte mit didaktischen Zwecken, deren Ziel es ist, die Eigenschaften technischer Produkte zu erklären.
  • Technische Anleitung: Diese findet man häufig in Packungsbeilagen von Medikamenten oder Handbüchern zur Verwendung von Geräten. Ihr Ziel ist es, die Anwendung und Handhabung unter bestimmten Umständen zu lehren; charakteristisch ist hierbei die appellative Funktion.

Sprachliche Aspekte

Die Sprachvarietät, die in dieser Art von Texten verwendet wird, entspricht dem gehobenen Bildungsniveau. Die Merkmale der wissenschaftlich-technischen Sprache sind:

Sie verwenden Symbole und Formeln; es gibt viele abstrakte Substantive sowie Verben in der 3. Person. Es herrscht eine Norm mit Sätzen von einfacher Struktur vor, wobei die Aussagen sehr klar sind. Es werden unpersönliche Sätze und das Reflexivpassiv verwendet. Ebenso finden sich in diesen Texten viele Formalismen, um eine hochspezialisierte Terminologie zu gewährleisten.

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