Wissenschaftliche Hypothesen: Definition und Arten

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Referat VI: Theorie der Hypothesen

Eine Hypothese ist eine Annahme, die die Existenz einer Beziehung zwischen zwei oder mehr Variablen (Fakten, Ereignisse, Faktoren) zum Ausdruck bringt. Sie dient dazu, eine Untersuchung zu lenken und zu leiten, und muss getestet werden, um als gültig anerkannt zu werden.

Merkmale einer Hypothese

  • Sie bezieht sich auf eine reale Situation in einem gut definierten Rahmen.
  • Die Bedingungen sollten so verständlich, präzise und konkret wie möglich sein.
  • Sie sollten als wertneutrale Aussagen formuliert werden.
  • Die Beziehung zwischen den Variablen muss klar und logisch sein.
  • Die Begriffe müssen eine wahrnehmbare und messbare Realität widerspiegeln.
  • Sie müssen mit verfügbaren Techniken prüfbar sein und mit bestätigten Tatsachen übereinstimmen.

Arten von Hypothesen

1. Forschungshypothesen

Diese beschreiben mögliche Beziehungen zwischen Variablen oder prognostizieren Daten bzw. Werte.

  • Korrelationale Hypothesen: Geben Beziehungen zwischen zwei oder mehr Variablen an, ohne dabei zwingend eine Kausalität zu implizieren.
  • Unterschiedshypothesen: Vergleichen Gruppen hinsichtlich ihrer Variablen, oft abgeleitet aus einer Theorie oder dem Hintergrund des Forschers.

2. Kausale Hypothesen

Diese Hypothesen stellen Ursache-Wirkungs-Beziehungen her. Dabei werden die Ursachen als unabhängige Variablen und die Effekte als abhängige Variablen bezeichnet.

  • Bivariate kausale Hypothesen: Beziehung zwischen einer unabhängigen und einer abhängigen Variable.
  • Multivariate kausale Hypothesen: Beziehung zwischen mehreren unabhängigen und/oder abhängigen Variablen.

3. Nullhypothesen und Alternativhypothesen

  • Nullhypothesen: Dienen dazu, die Forschungshypothese zu widerlegen oder zu verneinen.
  • Alternativhypothesen: Bieten alternative Erklärungen zur Forschungs- oder Nullhypothese an.

4. Statistische Hypothesen

Dies sind Transformationen der Forschungs-, Null- und Alternativhypothesen in statistische Symbole. Sie sind quantitativ (Zahlen, Prozentsätze, Durchschnitte) und erfordern eine Datenerhebung.

  • Schätzhypothesen: Prognostizieren einen Wert oder eine Eigenschaft einer Population.
  • Korrelationshypothesen: Übersetzen eine Korrelation zwischen Variablen in statistische Begriffe.
  • Unterschiedshypothesen (Mittelwerte): Vergleichen statistische Werte zwischen zwei oder mehr Gruppen.

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