Wissenschaftliche Weltbilder und die wissenschaftliche Methode

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Wissenschaftliche Weltbilder

Der Soziologe Max Weber prägte den Begriff der „Entzauberung der Welt“. Dieser beschreibt die Transformation der Beziehung zwischen Mensch und Realität durch den Aufstieg der Wissenschaft. Wissenschaft und Philosophie bieten Erklärungen dafür, warum Phänomene auftreten. Diese Erklärungen schaffen ein einheitliches Bild des Universums, das im Einklang mit bekannten Naturgesetzen steht.

Disziplinen der wissenschaftlichen Weltsicht

  • Astronomie: Widmet sich der Studie der Positionen und Bewegungen der Sterne sowie deren Gesetzen.
  • Kosmologie: Ein Teilbereich der Astronomie, der sich mit den allgemeinen Gesetzen des Universums sowie dessen Entstehung und Entwicklung befasst.
  • Physik: Grundlagenforschung, die darauf abzielt, die Gesetze, Bewegungen und Kräfte aller Körper zu erklären und vorherzusagen.

Die Wissenschaftsgeschichte zeigt, dass sich die Vision der Wirklichkeit stetig gewandelt hat. Dennoch lassen sich drei große Weltanschauungen identifizieren:

1. Das antike Weltbild

Umfasst Erklärungen, die im 6. Jahrhundert v. Chr. in Griechenland durch die ersten naturalistischen Denker, die Philosophen von Milet, entstanden.

2. Das moderne Weltbild

Dieses Bild der Welt gründete sich während der wissenschaftlichen Revolution im 16. und 17. Jahrhundert.

3. Das aktuelle Weltbild

Die heute von der wissenschaftlichen Gemeinschaft akzeptierte Sichtweise basiert auf zwei neuen Zweigen der Physik: der Relativitätstheorie und der Quantenmechanik. Der Mensch hat dabei seine zentrale Position im Universum verloren und nimmt nun einen eher unbedeutenden Platz ein.

Die wissenschaftliche Methode

Eine Methode ist ein stabiles Verfahren, das aus mehreren Schritten besteht, um ein spezifisches wissenschaftliches Ziel zu erreichen. Zur Entwicklung von Theorien und Gesetzen werden verschiedene Ansätze genutzt:

Methoden der Erkenntnisgewinnung

  • Deduktive Methode: Extraktion spezifischer Schlussfolgerungen aus allgemeinen Daten. Sie besitzt unzweifelhafte Gültigkeit, ist jedoch auf formale Wissenschaften beschränkt.
  • Induktive Methode: Ableitung allgemeiner Prinzipien aus spezifischen Beobachtungen oder persönlichen Erfahrungen. Sie ist nicht immer zwingend gültig.
  • Hypothetisch-deduktive Methode: Die effektivste Methode in den empirischen Wissenschaften, da sie verschiedene Schritte kombiniert.

Schritte der hypothetisch-deduktiven Methode

  1. Beobachtung: Identifikation des Problems.
  2. Formulierung der Hypothese: Suche nach einer möglichen, noch ungetesteten Erklärung.
  3. Deduktion: Ableitung der Folgen, die eintreten müssten, wenn die Hypothese wahr wäre.
  4. Refutation/Bestätigung: Überprüfung der Folgen. Treffen sie nicht ein, wird eine neue Hypothese gesucht. Treffen sie ein, wird die Hypothese bestätigt.
  5. Ergebnis: Formulierung eines neuen Gesetzes oder einer Theorie.

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