Wittgensteins Philosophie: Sprache, Logik und Ethik
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Wittgensteins Philosophie: Wirklichkeit und Metaphysik
Im Tractatus beschreibt Wittgenstein die Struktur der Wirklichkeit. Die Wirklichkeit umfasst alles, was logisch möglich ist. Die Welt ist die Gesamtheit der Fakten, die innerhalb der Möglichkeiten existieren. Gesetze beschreiben den aktuellen Zustand und die Beziehungen zwischen Objekten. Dinge oder Gegenstände sind dabei als individuelle und fixe Einheiten zu verstehen.
Das Problem der Erkenntnis: Erkenntnistheorie
Wittgenstein wollte die Grenzen dessen bestimmen, worüber man sinnvoll sprechen kann. Da die Philosophie bisher vieles behauptet, aber wenig bewiesen hat, besteht die Aufgabe der Sprache darin, diese Grenzen zu ziehen und deren Einfluss auf das menschliche Denken zu untersuchen.
Die erste Phase: Der Tractatus und der Isomorphismus
In der ersten Phase verteidigt Wittgenstein das Prinzip des Isomorphismus: Es besteht eine logische Beziehung zwischen Wirklichkeit und Sprache. Sprachliche Aussagen ergeben nur dann Sinn, wenn sie sich auf Dinge beziehen, bei denen ein Isomorphismus zur Welt möglich ist. Ein Satz wird wahr, wenn er eine Tatsache der Welt korrekt abbildet.
Sätze, die diesen Isomorphismus nicht erfüllen, gelten als Pseudopropositionen:
- Logische und mathematische Sätze: Sie sind zwar bedeutungslos in Bezug auf die Welt, aber nützlich für bestimmte Prozesse.
- Philosophische Sätze: Sie streben nach einer Erfahrung jenseits der Welt und sind daher bedeutungslos. Die eigentliche Aufgabe der Philosophie ist eine Aktivität zur Klärung der Sprache.
Die zweite Phase: Philosophische Untersuchungen
In seiner zweiten Phase verlässt Wittgenstein die Isomorphie und verteidigt die Idee der Sprachspiele und den Begriff der Benutzung. Die Bedeutung eines Wortes ergibt sich aus seiner Verwendung innerhalb eines gemeinsamen Sprachspiels. Ein Sprachspiel ist eine Reihe von Regeln, die eine spezifische Verwendung der Sprache in einer bestimmten Situation festlegen.
Das Problem der Philosophie
Philosophische Probleme entstehen oft durch den Missbrauch der Sprache, da sie versucht, Themen außerhalb unseres Verständnisses zu behandeln. Die Funktion der Philosophie ist die Klärung der Strukturen der Sprache und die Bestimmung ihres korrekten Gebrauchs.
Anthropologie und Ethik
Ethik und Ästhetik betrachten die Welt jenseits der physischen Realität. Während die Ästhetik Objekte als Kunstwerke betrachtet, untersucht die Ethik den Menschen als moralisches Wesen. Beide Disziplinen befassen sich mit dem Sinn der Dinge.
Die Suche nach dem Sinn des Lebens, des Todes und der Ewigkeit entzieht sich der empirischen Erfahrung. Das Nachdenken darüber führt zum Mystischen, das sich nicht in Fakten ausdrücken lässt. Obwohl es nicht erklärbar ist, bleibt das Mystische ein wesentlicher Teil des Menschseins.