Wolf Biermann und Bertolt Brecht: Lyrik gegen den Krieg

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Wolf Biermann: Opposition und Ausbürgerung

Wolf Biermanns Vater wurde in Auschwitz getötet, weil er jüdisch und antifaschistisch war. Biermann war ein oppositioneller Liedermacher gegen die Regierung der DDR. Er war ein überzeugter Kommunist und wollte sein Land reformieren. Seine kritischen Texte, seine Auftritte und Ausreisen wurden in der DDR verboten, und er wurde im Jahr 1976 ausgebürgert. Er kehrte 1989 mit dem Fall der Mauer zurück.

Analyse des Liedes „Soldat“

„Soldat“ ist ein Lied und eine Anklage gegen den Krieg. Er äußert seine Meinung durch Redewendungen wie:

  • „Soldat in grauer Norm“: Die Farbe der Uniform symbolisiert Monotonie.
  • „Krieg ist kein Spiel“: Dies bedeutet, dass der Krieg gefährlich und ernst ist.
  • „Ich finde nicht dein Angesicht“: Die Soldaten sind alle gleich und wirken wie Verstorbene.

Außerdem wollte Biermann ausdrücken, dass Soldaten eine Wahl haben, was sie tun möchten, und dass sie Gefühle besitzen. Dies ist eine Reflexion über Krieg und Frieden.

Brief zum Mauerfall

In diesem Brief äußerte er seine Gedanken zum Fall der Mauer. Er lebte für ein Vierteljahrhundert (25 Jahre) in der BRD und hat diesen Moment herbeigesehnt, besungen und darüber gesprochen. Sein Herz lacht vor Freude, aber er muss auch vor Zorn weinen, da zu viel Lebenszeit verloren ging (ein Gefühlsgemisch).

Im zweiten Punkt zieht er einen Vergleich mit Heines „Deutschland. Ein Wintermärchen“ darüber, was er an der Grenze fühlt. Er fährt nach Deutschland in einem dunklen November. Er war berührt, sein Herz klopft und er weint; er durchlebt die gleichen Gefühle und Situationen wie Heine. Im dritten Punkt spricht er über sein Konzert in Berlin. Er empfindet eine Mischung aus Skepsis, da er nicht wusste, was er singen sollte, und Freude. Im vierten Punkt vergleicht er die DDR mit der Bastille: Während die DDR ihr 40-jähriges Bestehen feierte, feierten die Menschen den Sturz der Bastille vor 200 Jahren. Zum Schluss verglich er die DDR mit einem monströsen Gefängnis.

Bertolt Brecht: Lyrik und Pazifismus

Gedicht: „Mein Bruder der Flieger“

In diesem Gedicht bezieht sich Brecht auf die Luftangriffe auf die Zivilbevölkerung in Spanien. Er beschreibt seinen Bruder: Dieser ist nicht sein leiblicher Bruder, sondern ein Symbol für alle Soldaten, die im Krieg kämpfen müssen. Das Werk besteht aus drei Strophen. Brecht bezieht sich zudem auf Hitler und den Raum, den die Soldaten erobert haben. Brecht thematisiert den Bürgerkrieg in Spanien, wie er in Picassos „Guernica“ dargestellt wird, um die Menschen vom Faschismus abzubringen.

Gedicht: „General, dein Tank“

In diesem Gedicht unterstreicht Brecht die Brutalität des Krieges, die Leid und Tod bringt. Er spricht über einen Tank (Panzer), der die militärische Macht symbolisiert. Er wendet sich an die Machthaber, welche die Soldaten in den Tod schicken. Für Brecht sind Soldaten Opfer, die jedoch „Nein“ sagen könnten und nicht mitmachen müssten. Er lädt dazu ein, über die Menschlichkeit des Einzelnen nachzudenken. Dies ist ein Appell und eine Reflexion über die Folgen des Krieges.

Gedicht: „Der Krieg, der kommen wird“

Auch in diesem Gedicht spricht Brecht über den Krieg; er verfasste es während seines Exils in Dänemark. Das Gedicht besteht aus einer Strophe, die in drei Punkte unterteilt ist. Hier drückt er seine negative Haltung zum Krieg aus und beschreibt die Situation im Volk nach Kriegsende. Er unterscheidet zwei Gruppen: die Sieger und die Besiegten. In jedem Krieg leidet das einfache Volk in beiden Gruppen unter Hunger, Armut und Unterdrückung. Diese drei Elemente stellen die wahren Lebensbedingungen des Volkes dar, die kein Krieg lösen kann.

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