Zwischenkriegszeit: Aufstieg des Totalitarismus (1919–1939)
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Die politische Krise nach dem Ersten Weltkrieg
Die Frustrationen, die nach dem Ersten Weltkrieg eintraten, verbunden mit tiefgreifenden sozialen und wirtschaftlichen Problemen, zerstörten die fragilen Demokratien in einigen europäischen Ländern. Sie wurden durch rechtsextreme totalitäre Regime wie den italienischen Faschismus und den deutschen Nationalsozialismus ersetzt. In der Sowjetunion entwickelte sich eine Diktatur der extremen Linken, vertreten durch den Stalinismus.
Die Weltwirtschaftskrise von 1929
An der wirtschaftlichen Front kam es zu einer tiefen Krise, die das kapitalistische System auf die Probe stellte: Die Weltwirtschaftskrise von 1929, die in den Vereinigten Staaten begann, breitete sich fast überall auf der Welt aus.
Die Ära zwischen den Weltkriegen
Die Zeit zwischen dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Beginn des Zweiten Weltkriegs lässt sich in zwei Perioden unterteilen:
- 1919 bis 1929: Nach einigen Jahren der Krise und Neuordnung verbesserten sich die Beziehungen zwischen den europäischen Mächten und die allgemeine Situation stabilisierte sich erheblich.
- Ab 1929: Die Wirtschaftskrise generierte neue Konflikte und führte in eine Phase, die schließlich zum erneuten Ausbruch des Krieges führte.
Der Völkerbund und sein Scheitern
Der Völkerbund, der durch den Vertrag von Versailles errichtet wurde, hatte seinen Hauptsitz in Genf (Schweiz). In seiner Struktur zeigten sich jedoch bald Risse:
- Die Vereinigten Staaten beteiligten sich nicht, da der US-Senat die Verpflichtungen nicht akzeptierte und die Regierung unter Präsident Harding eine Politik der Isolation begann.
- Deutschland wurde 1925 als Mitgliedstaat aufgenommen, doch Länder wie Japan und Italien zogen sich zurück, um eine aggressive Expansionspolitik zu verfolgen.
Der Völkerbund scheiterte daran, den Ausbruch neuer Konflikte zu verhindern und seine Rolle als internationale Friedensinstanz zu erfüllen.
Die totalitären Systeme
In Russland, Italien und Deutschland etablierten sich totalitäre Ideologien unterschiedlicher Ausprägung. Trotz tiefgreifender Unterschiede hatten diese Systeme einen gemeinsamen Nenner: die Unterdrückung der politischen Freiheit und die dominante Rolle eines Staates, der von einer einzigen Partei kontrolliert wurde.