Zwischenmenschliche Konflikte: Wahrnehmung und Lösung

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Wahrgenommener Konflikt

Jeder Konflikt sollte wahrgenommen werden. Aus dem Grad der Wahrnehmung von Konflikten können alternative Lösungen entstehen. Die Lösungen für Konflikte können unbegrenzt sein, werden aber nur möglich sein, wenn sie in ihrem eigentlichen Kontext wahrgenommen werden.

Konfliktempfinden (Conflict Sense)

Wahrnehmungsprozesse können durch Gefühle und Haltungen zu Konflikten führen oder diese vermeiden. Wenn ein Konflikt Emotionen und Gefühle beeinflusst und individuell ist, wird er zum Conflict Sense (Konfliktsinn). Dies ist sehr häufig bei Ehepaaren zu beobachten.

Manifester Konflikt

Der scheinbare Widerspruch ist das, was geschieht, wenn beide Parteien die Unterschiede wahrnehmen und eine gesonderte Vereinbarung treffen.

Wenn es einen bewussten Versuch gibt, die Verwirklichung der Ziele des Geschäftspartners zu blockieren, kann das Verhalten als Gegensätze gesehen werden (manifester Konflikt sowie verbale und körperliche Aggressionen).

Die Methodik des Konflikts wird in den ersten Lebensjahren gelernt und dann häufig praktiziert. Wettbewerb, Dominanz, Aggression und Verteidigung sind Teil eines etablierten und unbewusst gelernten Prozesses. Problemlösung wird seltener durch Entwicklungserfahrungen gelernt.

Entwicklung von Fähigkeiten zur Problemlösung

Normalerweise erfordert es eine bewusste Anstrengung, Fähigkeiten zu entwickeln und zu praktizieren, die auf die Fehlersuche abzielen. Das Konfliktlösungsverhalten kann danach beschrieben werden, ob es beabsichtigt ist oder nicht.

  • Programmiertes Verhalten: Dies ist rationales Verhalten.
  • Ungeplantes Verhalten: Dieses wird durch Erregung sowie das Auftreten von Wut, Aggression, Apathie oder Starrheit in Konfliktsituationen geregelt und reduziert die Wirksamkeit von Vereinbarungen.

Aus diesem Grund ist es sinnvoll, die Bedingungen rund um die wettbewerblichen Beziehungen zu planen.

Konflikte in Organisationen

Zwischenmenschliche Konflikte in Organisationen sind nicht unbedingt schlecht oder destruktiv, noch sollte man versuchen, sie für immer zu beseitigen. Wettbewerb, Rivalität und andere Formen des Konflikts haben einen positiven Wert für die Teilnehmer und tragen zur Wirksamkeit des sozialen Systems bei, in dem sie auftreten. Ein moderater zwischenmenschlicher Konflikt kann konstruktive Folgen für Mensch und Organisation haben.

Positive Folgen zwischenmenschlicher Konflikte

  • Die Motivation und Energie für die durch das soziale System erforderlichen Aufgaben.
  • Erhöhung der Innovationsfähigkeit.
  • Ein tieferes Verständnis für die Situation an sich, da der Konflikt dazu zwingt, die zugrunde liegenden Gründe zum Ausdruck zu bringen.
  • Jede Partei erlangt mehr Wissen über ihre persönliche Identität.

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