Notizen, Zusammenfassungen, Arbeiten, Prüfungen und Probleme für Philosophie und Ethik

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Averroismus: Geschichte, Merkmale und Bedeutung

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Averroismus

Als Averroismus bezeichnet man eine auf den arabischen Philosophen Averroes zurückgehende Richtung in der europäischen Philosophie des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit. Sie erregte wegen der theologischen Konsequenzen der Auffassungen, die sie vertrat bzw. die ihr von gegnerischer Seite unterstellt wurden, großes Aufsehen. „Averroist“ ist keine Selbstbezeichnung der Anhänger dieser Richtung, sondern ein von deren Gegnern in polemischer Absicht geprägter Begriff. Da Averroes und die Averroisten Aristoteliker waren, handelt es sich um eine Strömung innerhalb des Aristotelismus.

Ein erheblicher Teil der Werke des 1198 gestorbenen Averroes war den christlichen Gelehrten seit den 1230er Jahren zugänglich, da Michael... Weiterlesen "Averroismus: Geschichte, Merkmale und Bedeutung" »

Person, Ehe und Utopie: Christliche Perspektiven

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Personalität: ist untrennbar verbunden mit der unverzichtbaren Würde des Menschen, die sich aus der Abbildhaftigkeit ableitet. Sie begründet auch seine Freiheitsrechte. Mit dem Schutz der Individualnatur geht es um den Schutz des Kollektivismus. Wenn aber die menschliche Person als Schöpfer, Träger, Ziel alles Handelns zu verstehen ist, dann ist der Primat des Individuums vor der Gesellschaft festzuhalten. Im Blick auf das Arbeitsleben ergeben sich im Zusammenhang mit diesem Prinzip z.B. Fragen nach dem gerechten Lohn, der Sicherung der Lebensgrundlagen, Erwerbsarbeit und Familie, Ermöglichung weiterer sozialer Kontakte.

Katholische Ehe: Treue hat oberste Priorität. Treue schafft Vertrauensbasis und ist unabdinglich. Liebe verwundet,... Weiterlesen "Person, Ehe und Utopie: Christliche Perspektiven" »

Die vier Sozialprinzipien: Solidarität, Subsidiarität & Co.

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Sozialprinzipien im Überblick

Solidarität

Solidarität beschreibt die Beziehung zwischen dem Individuum und allen sozialen Gruppen. Sie zielt darauf ab, dass sich die Glieder um das Wohl des Ganzen sorgen und umgekehrt. Im 1. Korintherbrief wird unter dem Bild des Organismus das notwendige Zusammenspiel der einzelnen Organe aufgezeigt. Solidarität als soziale Liebe tritt u. a. in der Gerichtsrede des Matthäus-Evangeliums als verbindliches ethisches Prinzip in Erscheinung. Im Galaterbrief heißt es: „Einer trage des anderen Last, so erfüllt ihr das Gesetz Christi“. Ein Beispiel hierfür ist die innerbetriebliche Solidarität, wenn Entlassungen durch den Gehaltsverzicht aller Beschäftigten vermieden werden können.

Subsidiarität

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Der Schwur der Horatier von Jacques-Louis David: Analyse

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Der Schwur der Horatier von Jacques-Louis David

Künstler: Jacques-Louis David (1748–1825)
Titel: Der Schwur der Horatier, 1784 (fünf Jahre vor der Französischen Revolution)
Technik: Öl auf Leinwand, 330 x 425 cm
Standort: Louvre, Paris

Bildaufbau und Komposition

Das Gemälde ist für seine geniale Bildaufteilung bekannt. Jedem der antiken Rundbögen ist eine Figurengruppe zugeordnet:

  • Rechts: Die klagenden Frauen und Kinder.
  • Links: Die drei jungen Horatier, die den rechten Arm zum Schwur erhoben haben.
  • Mitte: Der Vater, der die Schwerter emporstreckt.

Durch geschickte Lichtreflexe auf den Schwertern wird der Schwur in der Bildmitte besonders betont. Die Entschlossenheit der Männer lässt das Leid der Frauen und Kinder in den Hintergrund treten.... Weiterlesen "Der Schwur der Horatier von Jacques-Louis David: Analyse" »

Anselms Gottesbeweis und Formen des Atheismus

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Anselms ontologischer Gottesbeweis

Anselm von Canterbury geht davon aus, dass Gott zu verstehen ist als "etwas, über das hinaus Größeres nicht gedacht werden kann". Darauf fußt der ganze Beweis. Wenn jemand die Wortfolge hört: "etwas, über das hinaus Größeres nicht gedacht werden kann", so ist diese Wortfolge in seinem Verstand. Wäre es aber ausschließlich in seinem Verstand, dann könnte man etwas denken, das größer wäre als es, nämlich etwas, das sowohl im Verstand als auch in der Wirklichkeit ist. Also muss "das, über das hinaus Größeres nicht gedacht werden kann", auch in der Wirklichkeit sein. Sonst wäre es ein Widerspruch in sich selbst. Kann "das, über das hinaus Größeres nicht gedacht werden kann", als nicht-existent... Weiterlesen "Anselms Gottesbeweis und Formen des Atheismus" »

Pädagogische philosophie

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1. Die Projektionstheorie

Für Feuerbach ist es entscheidend, in der Philosophie nur vom Menschen selbst auszugehen und nicht etwa von einem göttlichen Wesen oder irgendeinem absoluten Prinzip. Er entwickelt also eine anthropologische Philosophie, die ihren Bezugspunkt ausschließlich im Diesseits findet. Dennoch muss Feuerbach sich mit der Tatsache auseinandersetzen, dass die Geschichte des Menschen immer mit einer göttlichen Vorstellung verbunden ist. Dieses Phänomen gilt es zu erklären. Gott ist seiner Meinung nach nur etwas in der Vorstellung, in der Einbildung des Menschen.

In der Bibel heißt es: „Gott schuf den Menschen nach seinem Bild“. Feuerbach verkehrt diese Aussage in ihr Gegenteil. Es ist der Mensch selbst, der Gott nach... Weiterlesen "Pädagogische philosophie" »

Heraklit und Parmenides: Kontrast der Vorsokratiker – Logos, Panta Rhei und das ewige Sein

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Heraklit (6. bis 5. Jh. v. Chr.): Der Dunkle Philosoph

Die ionische Spekulation gipfelt in der Lehre des Heraklit, der als Erster das eigentliche Problem der Untersuchung anging und sich dieser Aufgabe widmete. Heraklit von Ephesus stammte aus einer adligen Familie seiner Stadt, war ein Zeitgenosse des Parmenides und blühte, wie dieser, um 504–501 v. Chr. Er ist der Autor eines Prosawerks, das später unter dem üblichen Titel Über die Natur bekannt wurde. Das Werk besteht aus Aphorismen und kurzen, prägnanten, aber nicht immer klaren Sätzen, was ihm den Spitznamen „der Dunkle“ einbrachte.

Panta Rhei: Der ewige Fluss und das Feuer

Der Ausgangspunkt Heraklits ist die Feststellung des unaufhörlichen Werdens der Dinge. Die Welt ist ein... Weiterlesen "Heraklit und Parmenides: Kontrast der Vorsokratiker – Logos, Panta Rhei und das ewige Sein" »

Universelle Werte: Definition & Beispiele

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Gemeinsame universelle Werte

Gemeinsame Werte umfassen alles, was in einer Gesellschaft, Nation oder Gemeinschaft weitgehend akzeptiert ist. Beispiele hierfür sind:

  • Würde
  • Gerechtigkeit
  • Freiheit
  • Respekt vor dem Leben
  • Körperliche und soziale Sicherheit
  • Glück
  • Schönheit

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte bietet Leitlinien für das gesellschaftliche Leben und beinhaltet universelle Werte, die implizit oder explizit in ihren Grundsätzen dargelegt sind.

Beispiele aus der Erklärung:

  • Freiheit und Gleichheit aller Menschen in Würde und Rechten
  • Recht auf Leben
  • Freiheit von Folter
  • Persönliche und soziale Sicherheit
  • Beseitigung aller Formen der Sklaverei, Leibeigenschaft und unmenschlicher oder erniedrigender
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Rousseau: Der Gesellschaftsvertrag und seine Philosophie

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Rousseau: Zusammenfassung

Im Naturzustand kommt eine Zeit, in der isolierte Individuen die Hindernisse, denen sie gegenüberstehen, nicht mehr allein überwinden können. Um dies zu tun, verbinden sie ihre Kräfte, müssen dabei jedoch ihre Freiheit und ursprüngliche Kraft schützen. Eine Lösung bietet der soziale Vertrag, in dem jeder Einzelne sich mit anderen verbindet, um seine Freiheit zu bewahren.

Analyse und Erklärung

Rousseau beginnt damit, dass Menschen im Naturzustand ihre Schwierigkeiten durch die Bündelung ihrer Kräfte überwinden müssen. Das Problem ist, wie man die Kraft und Freiheit jedes Einzelnen bewahrt, ohne jemandem zu schaden. Die Lösung ist eine Gesellschaft, in der jeder Einzelne mit den anderen nach Glück und Gleichheit... Weiterlesen "Rousseau: Der Gesellschaftsvertrag und seine Philosophie" »

Kants Ethik: Eine Zusammenfassung

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Kants Ethik: Was soll ich tun?

Kants Ethik: In der praktischen Anwendung der Vernunft beantwortet sie die Frage: Was soll ich tun? Ihre Aufgabe ist es, unser Verhalten zu führen, wie Kant es identifiziert. Während die theoretische Vernunft, die sich mit der Kenntnis der Phänomene befasst, Urteile fällt, macht die praktische Vernunft Imperative oder Befehle. In der Kritik der reinen Vernunft war ein wichtiger Wendepunkt in der Erklärung von Wissenschaft. Seine Arbeiten zur Ethik sind sein eigentlicher Roman: Ob Kant alle Materialien ethisch waren, ist seine eine formale Ethik. Frühere ethische Theorien folgen in allen Fällen dem gleichen Muster: Es gibt etwas, das als das höchste Gut des Menschen definiert ist (Freude, Vergnügen ...)... Weiterlesen "Kants Ethik: Eine Zusammenfassung" »