Notes, abstracts, papers, exams and problems of Philosophie und Ethik

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Universelle Werte: Definition & Beispiele

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Gemeinsame universelle Werte

Gemeinsame Werte umfassen alles, was in einer Gesellschaft, Nation oder Gemeinschaft weitgehend akzeptiert ist. Beispiele hierfür sind:

  • Würde
  • Gerechtigkeit
  • Freiheit
  • Respekt vor dem Leben
  • Körperliche und soziale Sicherheit
  • Glück
  • Schönheit

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte bietet Leitlinien für das gesellschaftliche Leben und beinhaltet universelle Werte, die implizit oder explizit in ihren Grundsätzen dargelegt sind.

Beispiele aus der Erklärung:

  • Freiheit und Gleichheit aller Menschen in Würde und Rechten
  • Recht auf Leben
  • Freiheit von Folter
  • Persönliche und soziale Sicherheit
  • Beseitigung aller Formen der Sklaverei, Leibeigenschaft und unmenschlicher oder erniedrigender
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Averroismus: Eine Strömung in der europäischen Philosophie des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit

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Averroismus

Als Averroismus bezeichnet man eine auf den arabischen Philosophen Averroes zurückgehende Richtung in der europäischen Philosophie des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit. Sie erregte wegen der theologischen Konsequenzen der Auffassungen, die sie vertrat bzw. Die ihr von gegnerischer Seite unterstellt wurden, großes Aufsehen. „Averroist“ ist nicht eine Selbstbezeichnung der Anhänger dieser Richtung, sondern ein von deren Gegnern in polemischer Absicht geprägter Begriff. Da Averroes und die Averroisten Aristoteliker waren, handelt es sich um eine Strömung innerhalb des Aristotelismus.

Ein erheblicher Teil der Werke des 1198 gestorbenen Averroes war den christlichen Gelehrten seit den dreißiger Jahren des 13. Jahrhunderts

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Esoterik: Definition, Geschichte und Forschung

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Esoterik (Deutsch)

Substantiv, f

SingularPlural
Nominativdie Esoterik
Genitivder Esoterik
Dativder Esoterik
Akkusativdie Esoterik

Worttrennung:

Eso·te·rik, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ezoˈteːʁɪk]

Hörbeispiele: —

Bedeutungen:

[1] Sammelbegriff für ein weites Spektrum an Weltanschauungen, welche die spirituelle Entwicklung des Individuums betonen, jedoch keine Religion im engeren Sinn sind

[2] Geistesleben: die Eigenschaft, ausgefallen, selten oder fernliegend zu sein und damit nur Eingeweihten zugänglich zu sein

Herkunft:

Zugrunde liegt griechisch ἐσωτερικός (esōterikós) „innerlich“

Synonyme:

[1] Quasisynonym: auf dem Feld der nichtreligiösen Anschauungen Spiritualität

[2] Seltenheit, Abgelegenheit, Abseitigkeit, Gesuchtheit

Gegenwörter:

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Die Bibel lesen: Kritische Methoden und Glauben

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Wie liest man die Bibel: Kritische Methode

Wichtig ist für uns, ob die Grenzüberzeugungen des Glaubens auch bei vollem Ernst heutiger exegetischer Erkenntnisse historisch möglich und glaubwürdig sind.
Die historisch-kritische Methode berücksichtigt die Inspiration nicht: Sie bleibt von der Struktur des christlichen Glaubens her unverzichtbar, aber sie ist eine der grundlegenden Dimensionen der Auslegung für den, der in den biblischen Schriften die eine Heilige Schrift sieht und sie als von Gott inspiriert glaubt.
Sie bleibt im Vergangenen stehen:
Die erste Grenze ist, dass sie ihrem Wesen nach das Wort in der Vergangenheit belassen muss. Sie sucht den Geschehenzusammenhang, in dem die Texte entstanden sind, versucht die Vergangenheit genau
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Glaube und Vernunft: Eine Gegenüberstellung von katholischer und protestantischer Sicht

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Glaube und Vernunft: Zwei Perspektiven

Seit Immanuel Kant (1724–1804) lehnen die meisten deutschen Protestanten die Gottesbeweise als ungültig ab. Sie trennen stärker zwischen „Glauben“ und „Wissen“, während die römisch-katholische Kirche beide Bereiche als Einheit betrachtet. Die Enzyklika „Fides et ratio“ von 1998 beginnt mit dem Satz:

„Glaube und Vernunft sind wie die beiden Flügel, mit denen sich der menschliche Geist zur Betrachtung der Wahrheit erhebt.“

In Artikel 17 heißt es weiter:

„Es gibt also keinen Grund für das Bestehen irgendeines Konkurrenzkampfes zwischen Vernunft und Glaube: sie wohnen einander inne, und beide haben ihren je eigenen Raum zu ihrer Verwirklichung.“

Die katholische Sicht: Thomas von Aquin

Die... Continue reading "Glaube und Vernunft: Eine Gegenüberstellung von katholischer und protestantischer Sicht" »

Neue Politische Ökonomie: Public Choice Theorie

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Neue Politische Ökonomie

(Weitergeleitet von Public Choice Theorie)

Die Neue Politische Ökonomie (NPÖ) (auch Public Choice oder Ökonomische Theorie der Politik) umfasst jene Theorien und Forschungsgebiete, die politisches Verhalten, Entscheidungsprozesse und Strukturen mittels der Methodik der Ökonomik erklären. Betrachtet werden die politischen Akteure individuell und/oder innerhalb kollektiv handelnder Gruppen wie Wähler, Verwaltungen, Parteien und Interessenverbände.

Die Bezeichnung Neue Politische Ökonomie grenzt dieses Teilgebiet von der klassischen Politischen Ökonomie ab, einem Begriff, der dasselbe bedeutet wie Volkswirtschaftslehre. Der englischsprachige Begriff Public Choice bringt zum Ausdruck, dass sich die Neue Politische... Continue reading "Neue Politische Ökonomie: Public Choice Theorie" »

Mensch und Tier: Perspektiven auf die menschliche Existenz

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Charles Darwin – Evolutions-Theoretiker

  1. These:
  • Mensch ist wie auch die Tiere ein Produkt der Evolution und nicht Ergebnis eines göttlichen Schöpfungsaktes
  • Es gibt für die menschliche Existenz entsprechend keine göttliche Vorhersehung oder Plan, sondern sie ist zufällig und ohne Leben nach dem Tod

Evolutionstheorie:

  • Menschen sind durch Mutation und Selektion entstanden.
  • Mutation: Der Mensch ist durch zufällige genetische Veränderung im Bereich der Säugetiere und innerhalb der Säugetiere durch genetische Mutation von Affen entstanden.
  • Selektion bedeutet, dass nur die Lebewesen überleben (bzw. von der Natur „selektiert“ werden), die sich am besten an ihre Lebensumstände anpassen konnten („survival of he fittest“). Beispiel Giraffen:
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Falsifikationismus: Karl Poppers Wissenschaftstheorie

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Der Falsifikationismus: Eine Einführung

Der Falsifikationismus, seltener Kritischer Empirismus, ist die ursprünglich von Karl R. Popper entwickelte Wissenschaftstheorie des Kritischen Rationalismus. Er schlägt mit dem Abgrenzungskriterium der Falsifizierbarkeit und der Methode der Falsifikation Lösungen zum Abgrenzungsproblem und zum Induktionsproblem vor. Das heißt, er beantwortet die Fragen, wo die Grenzen der empirischen Forschung liegen und welche Methoden sie anwenden sollte.

Erkenntnisfortschritt durch "Versuch und Irrtum"

Nach der von Karl Popper begründeten Wissenschaftstheorie vollzieht sich der Erkenntnisfortschritt durch "trial and error" (Versuch und Irrtum): Auf offene Fragen geben wir versuchsweise eine Antwort und unterziehen... Continue reading "Falsifikationismus: Karl Poppers Wissenschaftstheorie" »

Apologetik: Verteidigung und Begründung des christlichen Glaubens

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Apologetik

Apologetik (aus dem altgriechisch ἀπολογία apología, „Verteidigung“, „Rechtfertigung“) bezeichnet die Verteidigung einer (Welt-)Anschauung, insbesondere die wissenschaftliche Rechtfertigung von Glaubenslehrsätzen, und jenen Teilbereich der Theologie, in dem man sich mit der wissenschaftlich-rationalen Absicherung des Glaubens befasst. In der katholischen Theologie wird dieser Bereich heute meistens Fundamentaltheologie genannt.

Die Bezeichnung „Apologetik“ wird hauptsächlich für die Verteidigung des christlichen Glaubens verwendet. Die Apologetik entstand unter diesem Namen als selbstständige Disziplin erst im Spätmittelalter.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Funktionen der Apologetik
  • 2 Geschichtliche Entwicklung
  • 3 Apologetische
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Subjektivismus in Philosophie und Sozialwissenschaften

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Subjektivismus

Subjektivismus ist ein Sammelbegriff für verschiedene erkenntnistheoretische Positionen. Nach diesen Positionen sind alle Begriffe, Urteile und Erkenntnisse wesentlich durch das jeweilige Subjekt – in der Regel der einzelne Mensch – bestimmt und geprägt. Subjektivistische Positionen stehen im Gegensatz zu objektivistischen oder stark realistischen Positionen. Sie führen aber nicht notwendigerweise zu Idealismus, Relativismus oder Skeptizismus. Dafür ist entscheidend, wie die Positionen Wahrheit und die Zugänglichkeit zur Wahrheit verstehen.

Inhaltsverzeichnis

  • Individualer und genereller Subjektivismus
  • Subjektivismus in der Philosophiegeschichte
  • Subjektivismus in den Sozialwissenschaften
  • Siehe auch
  • Literatur
  • Einzelnachweise

Individualer

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