Der frühe Franquismus: Grundlagen und Entwicklung (1939-1959)

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Zusammenfassung

Das Dokument behandelt den frühen Franquismus von 1939 bis etwa 1959. Es erklärt die Grundlagen des Regimes von Franco, seine Ideologie aus Antikommunismus, Nationalismus, Katholizismus und Militarismus sowie die Macht der politischen Familien. Außerdem werden der Aufbau des Regimes, die Repression gegen die Besiegten und die Rolle der Monarchisten beschrieben. Der Lernende versteht, wie das System entstand und sich festigte.

Kernpunkte

  • Der Franquismus entstand während des Bürgerkriegs (1936–1939) und endete mit dem Tod Francos im Jahr 1975.
  • Franco konzentrierte Staatsoberhaupt, Regierung, Armee und Nationale Bewegung in seiner Person.
  • Die Ideologie stützte sich auf Antikommunismus, übersteigerten Nationalismus, Katholizismus, Traditionalismus und Militarismus.
  • Das Regime stützte sich auf politische Familien wie Armee, Kirche, Falange, Royalisten und Großgrundbesitzer.
  • Die Phase 1 (1939–1951) war der Aufbau des Regimes.
  • Das Sukzessionsgesetz von 1947 definierte Spanien als katholischen, sozialen und repräsentativen Staat und als Königreich.

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Der frühe Franquismus (1939-1959)

Grundlagen, ideologische und politische Entwicklung. Sozioökonomische Entwicklungen und politische Opposition gegen das Regime.

Definition und Merkmale des Franquismus

Was ist der Franquismus? Er ist das politische, wirtschaftliche und soziale System, benannt nach dem Diktator Franco. Entstanden während des Bürgerkriegs (1936–1939), konsolidierte er sich im Inneren und nach außen und verschwand mit dem Tod Francos (1975).

Merkmale

  • Konzentration der Macht in einer Person.
  • Schaffung eines einzigen Kanals der politischen Partizipation: die sogenannte Nationale Bewegung, bestehend aus:
    • Einer einzigen Partei.
    • Einer Union, die Unternehmer und Arbeitnehmer zusammenführte, der sogenannten vertikalen Gewerkschaft.
    • Mehreren Agenturen für gesellschaftliche Rahmenbedingungen.
    • Der Chef der Bewegung war ebenfalls Franco.
    • Alle öffentlichen Amtsträger des Staates mussten Treue zu den Prinzipien der Nationalen Bewegung schwören.
    • Während des Krieges wurde eine Versammlung namens Nationale Bewegung gegründet.
    • Die Bewegung verbreitete sich in den Institutionen bis hin zum Bürgermeister der jeweiligen Stadt, der als lokaler Chef der Bewegung fungierte.

Ideologische Grundlagen

Die ideologischen Grundlagen waren sehr einfach:

  • Antikommunismus: Innerhalb der sogenannten kommunistischen Parteien zählten nicht nur Sozialisten, Kommunisten oder Anarchisten, sondern auch die demokratische Bourgeoisie. Sie wurden spöttisch "Rote" genannt, und gegen sie gab es stets harte Unterdrückung. Nach dem Zweiten Weltkrieg begünstigte die Teilung der Welt in kommunistische und kapitalistische Blöcke (Kalter Krieg) die Öffnung der USA und anderer Länder gegenüber dem Franco-Regime, was dessen internationales Überleben sicherte.
  • Übersteigerter Nationalismus, Katholizismus und Traditionalismus: Das Regime klassifizierte sich selbst als Verteidiger der nationalen Einheit, der geistigen und sozialen Entwicklung. Der Nationalismus wurde als zentral und exklusiv verstanden. Der Katholizismus wurde zur Staatsreligion, und die Kirche erhielt die Kontrolle über die Bildung zurück. Der Franquismus hatte von Anfang an einen starken Traditionalismus.
  • Militarismus: Der Franquismus prägte die Gesellschaft mit militärischen Symbolen und einer militärischen Organisation, die den Alltag durchdrang und stets an die Rolle des Militärs beim Triumph der "wahren spanischen Werte" erinnerte.

Unterstützer des Regimes

Die Franco-Diktatur stützte sich auf die sogenannten politischen Familien. Franco war sich bewusst, dass sein Überleben von ihnen abhing, und achtete darauf, ein Gleichgewicht zwischen ihnen zu wahren, sodass keine Familie mehr Macht als die andere oder er selbst hatte. Zu den wichtigsten unterstützenden Familien gehörten:

  • Armee: Die Tatsache, dass Franco den Bürgerkrieg angeführt hatte, führte zur Unterstützung durch die Armee. So waren stets hohe Militärs vertreten.
  • Kirche: Die Kirche wurde von Anfang an durch das Franco-Regime begünstigt, mit dem sie aktiv zusammenarbeitete. Die Kirche trug Bischöfe und Prälaten zu politischen Ämtern von Organisationen wie dem Opus Dei bei.
  • Falange Española Tradicionalista y de las JONS: Die von Francos Schwager Serrano Suñer entwickelte Falange war die einzige Partei des Regimes und eine starke Stütze für Franco. Ihr langsamer Niedergang begann am Ende des Zweiten Weltkriegs.
  • Royalisten: Nicht alle Royalisten, die den Aufstand unterstützt hatten, unterstützten Franco weiterhin. Die Karlisten mit ihrer traditionalistischen Ideologie unterstützten das System und hatten, obwohl eine Minderheit, das Justizministerium für sich reserviert. Die übrigen monarchistischen Anhänger von Juan de Borbón, Francos designiertem Nachfolger, begannen, als sie die schwierigen Folgen sahen, teilweise Opposition außerhalb Spaniens auszuüben. Andere arbeiteten weiterhin mit dem Regime zusammen, zumal Franco entschieden hatte, dass sein Nachfolger der Sohn von Juan de Borbón, Juan Carlos, sein sollte.
  • Großgrundbesitzer und Finanzoligarchie: Als große Anstifter des "Aufstands" waren sie die Hauptnutznießer der von Franco auferlegten Ordnung und des Konservatismus, weshalb sie weiterhin mit ihm zusammenarbeiteten.
  • Bauern (insbesondere aus dem Plateau von Navarra) und Teile der Mittelschicht: Diese Gruppen unterstützten das Regime oft aus Furcht.

Soziale Entwicklung und Wirtschaftspolitik

Während dieser Zeit verfestigte sich eine persönliche Diktatur, deren Leitfigur General Francisco Franco war. In seinen Händen konzentrierten sich die Ämter des Staatsoberhaupts, der Regierung, der Armee und der Nationalen Bewegung. Er hatte den Vorsitz des Nationalrates und des Nationalen Verteidigungsrates inne, ernannte den Präsidenten des Vereinigten Rates des Europäischen Parlaments, des Obersten Gerichtshofs, des Rechnungshofs und des Nationalen Wirtschaftsrates. Er ernannte Minister, vierzig Nationalräte, 25 Anwälte an den Gerichten, den Chef der Handelsorganisation, war an der Ernennung von Bischöfen beteiligt und ernannte darüber hinaus einen Nachfolger mit dem Titel eines Königs.

Während des Krieges und in dieser Zeit wurde das System institutionalisiert, was zu einer umfangreichen gesetzgeberischen Arbeit führte. Verschiedene organische Gesetze wurden verabschiedet, die das bildeten, was als die Grundgesetze der Bewegung bezeichnet wird.

Der "frühe Franquismus" lässt sich in zwei Phasen unterteilen:

Politische Entwicklungen

Phase 1: Der Aufbau des Regimes (1939-1951)

  • Repressionen gegen die Besiegten (270.000 Verhaftungen und 30.000 Hinrichtungen) und die Besetzung von Beamtenpositionen durch Regimeanhänger, die zuvor der Republik gedient hatten.
  • Die wichtigste Figur des Regimes war Serrano Suñer, der eine nationalsozialistische Phase des Staates entwickelte. Der Nationalkatholizismus begann sich zu etablieren.
  • In den ersten Jahren kontrollierten die Falangisten und das Militär die Macht. Später, nach dem Zweiten Weltkrieg, stieg der Einfluss der Kirche und der Royalisten. Letztere, um sicherzustellen, dass Franco die Macht nicht aufgab, veröffentlichten ein Manifest in Lausanne, in dem Juan de Borbón einen Übergang zur Demokratie, die Schaffung einer verfassungsgebenden Cortes und die Gewährung einer Amnestie befürwortete, um die Monarchie wiederherzustellen und die nationale Versöhnung zu erreichen. Später (1947) wurde das Sukzessionsgesetz verabschiedet, das Spanien als katholischen, sozialen und repräsentativen Staat konstituierte und sich als Königreich definierte. Don Juan stimmte 1948 zu, seinen Sohn Juan Carlos in Spanien erziehen zu lassen. Es gab einen versteckten Konflikt zwischen Falangisten (Hardlinern) und Monarchisten (Befürwortern von Öffnungen).

Häufige Fragen

Was ist der Franquismus?

Der Franquismus ist das politische, wirtschaftliche und soziale System, das nach dem Diktator Franco benannt ist. Er entstand während des Bürgerkriegs und verschwand mit dem Tod Francos im Jahr 1975.

Welche Ideologie hatte das Franco-Regime?

Das Regime stützte sich auf Antikommunismus, übersteigerten Nationalismus, Katholizismus, Traditionalismus und Militarismus. Der Katholizismus wurde zur Staatsreligion.

Welche politischen Familien unterstützten das Regime?

Zu den wichtigsten gehörten die Armee, die Kirche, die Falange, die Royalisten, die Großgrundbesitzer und die Finanzoligarchie. Auch Teile der Bauern und der Mittelschicht unterstützten es oft aus Furcht.

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Test

1. Wann entstand der Franquismus laut Text?
2. Welche Partei war nach dem Text die einzige Partei des Regimes?
3. Welche Grundlage hatte die Ideologie des Regimes?
4. Welche Staatsform definierte das Sukzessionsgesetz von 1947 für Spanien?
5. Wer sollte nach dem Text Francos Nachfolger werden?

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