Die klassische Antike: Geschichte, Architektur & Skulptur

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Referat II: Die Welt der Klassik – Polis und Imperium

1. Das antike Griechenland

Merkmale der griechischen Gesellschaft

  • Entstehung des demokratischen politischen Systems in Athen
  • Sklavenbasierte Wirtschaft
  • Politische Gruppe der Bürger: Menschen mit vollen Rechten
  • Kulturelle Expansion im Mittelmeerraum durch Kolonisation
  • Philosophie als systematisches Denken
  • Schöpfung der griechischen Kunst: Das Schönheitsideal
  • Polytheistische Religion basierend auf der Trias: Zeus, Hera und Athene

Historische Etappen

Frühe griechische Zivilisation
  • Minoische Kultur
  • Mykenische Kultur
Archaisches Griechenland
  • Entwicklung des Alphabets
  • Entstehung der Stadtstaaten (Poleis)
  • Demokratisches System in Athen: Volksversammlung (Ekklesia), Rat der 500 (Boule) und Areopag
  • Grundsätze der Gleichheit und Repräsentation; die Versammlung als entscheidendes Organ
Klassisches Griechenland
  • Peloponnesische Kriege und Fortschritte in der Medizin
Hellenistisches Griechenland
  • Das Reich Alexanders des Großen (4. Jahrhundert v. Chr.)

2. Rom: Vom 8. Jh. v. Chr. bis zum 5. Jh. n. Chr.

Etappen der römischen Geschichte

Zeit der Monarchie (750–510 v. Chr.)
  • Soziale Struktur: Patrizier und Plebejer
  • Entstehung der römischen Religion
Zeitraum der Republik (510–27 v. Chr.)
  • Eroberung von Territorien außerhalb Italiens
  • Macht des Senats, Magistrate und Volksversammlungen
  • Kriege: Punische Kriege (gegen Karthago), Makedonische Kriege und die Zeit der Triumvirate
Zeit des Kaiserreichs (27 v. Chr. – 476 n. Chr.)
  • Konzentration der Macht: Der Kaiser als Konsul, Tribun und Pontifex Maximus auf Lebenszeit
  • Teilung des Reiches: Weströmisches und Oströmisches Reich

Beiträge Roms zur Weltkultur

  • Sprache: Latein
  • Recht: Das Römische Recht
  • Urbanisierung: Eine stark verstädterte Gesellschaft
  • Verwaltung: Aufteilung in Provinzen

Architektur: Griechische Tempel und römische Bauten

Merkmale der griechischen Kunst

  • Anthropozentrismus und Schönheitsideal
  • Urbane Zivilisation: Fokus auf öffentliche Gebäude

1. Der griechische Tempel

Klassische Säulenordnungen: dorisch, ionisch und korinthisch.

Beispiel: Der Parthenon (5. Jh. v. Chr.)
Erbaut 448–438 v. Chr. durch Iktinos und Kallikrates. Phidias überwachte die Arbeiten und schuf den Skulpturenschmuck (Geburt der Athene, Schutz der Attika, Panathenäen). Merkmale: Dorisch, oktastyl (achtspaltig), Peripteros und Amphiprostylos mit optischen Korrekturen.

2. Römische Baukunst (Edilicia)

Merkmale: Praktischer Nutzen, Verwendung von Rundbögen, Gewölben und Kuppeln. Ordnungen: Toskanisch und Komposit. Fokus auf Stabilität.

Städtebau: Rasterstädte mit den Hauptachsen Cardo und Decumanus.

2.1 Religiöse Bauten und Grabstätten

  • Tempel: Maison Carrée in Nîmes, Tempel des Portunus (Fortuna Virilis), Pantheon in Rom
  • Altäre: Ara Pacis
  • Gräber: Engelsburg (Hadriansmausoleum), Grabmal der Cecilia Metella

2.2 Zivile Bauwerke und öffentliche Arbeiten

  • Öffentliche Arbeiten: Verkehrswege wie die Via Appia in Rom. Brücken in Córdoba, Alcántara oder Mérida (Spanien). Pont du Gard (Aquädukt).
  • Wasserversorgung: Acueducto de los Milagros (Mérida), Aquädukt von Segovia.
  • Thermen: Caracalla-Thermen in Rom.
  • Basiliken: Maxentius-Basilika in Rom.
  • Bauten für Schauspiele: Theater des Marcellus (Rom). Amphitheater: Kolosseum (Rom), Arenen von Arles und Nîmes (Frankreich), Itálica (Spanien).
  • Zirkus: Circus Maximus.

2.3 Gedenkbauwerke

  • Triumphbögen: Bogen von Berà und Medinaceli (Spanien), Konstantin- und Septimius-Severus-Bogen (Rom).
  • Ehrensäulen: Trajanssäule und Mark-Aurel-Säule.

3. Das römische Haus

  • Domus (Stadthaus)
  • Insula (Mietshaus)
  • Villa (Landhaus)

Skulptur: Der griechisch-römische Kanon

1. Griechische Skulptur

Merkmale: Anthropomorphismus, Materialien wie Bronze und Marmor. Viele Originale sind verloren (römische Kopien erhalten). Fokus auf Gleichgewicht, Harmonie und die Festlegung eines Kanons.

Klassische Ära (5. und 4. Jahrhundert v. Chr.)

  • Idealisierung und anatomische Perfektion
  • Kanon von sieben bzw. acht Kopfhöhen
  • Kompositorisches Gleichgewicht

Wichtige Vertreter:

  • 5. Jahrhundert: Polyklet (Doryphoros, Diadumenos), Phidias (Parthenon-Reliefs).
  • 4. Jahrhundert: Lysipp (Apoxyomenos – Kanon von acht Köpfen), Skopas (Rasende Mainade), Praxiteles (Apollo Sauroktonos, Hermes von Olympia, Aphrodite von Knidos).

Hellenistische Zeit (4. – 1. Jahrhundert v. Chr.)

  • Schulen: Rhodos, Pergamon, Athen, Alexandria
  • Ausdruck von Leidenschaften (Pathos): Laokoon-Gruppe, Sterbender Gallier
  • Skulpturengruppen: Farnesischer Stier
  • Bewegung: Pergamonaltar (Gigantomachie)
  • Alltagsmotive: Dornauszieher (Spinario), Knabe mit Gans
  • Klassische Tradition: Venus von Milo
  • Allegorien: Der Nil
  • Monumentalität: Nike von Samothrake

2. Römische Skulptur

Merkmale: Einfluss der hellenistischen Kunst, Tendenz zu Realismus und Ausdrucksstärke. Ahnenkult (Wachsmasken), Propaganda und der Wunsch nach Unvergänglichkeit.

Porträts und Reliefs

  • Idealisiert: Augustus von Prima Porta, Trajan von Itálica.
  • Realistisch: Patrizier mit Ahnenbildnissen (Ius Imaginum).
  • Kaiserporträts: Augustus, Tiberius, Nero, Trajan, Hadrian etc.
  • Reiterstandbild: Mark Aurel auf dem Kapitol.
  • Gedenkreliefs: Ara Pacis, Konstantinsbogen, Trajanssäule.