Muskeln und Bewegungsapparat: Aufbau und Funktion
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Muskeln: Formen und Einteilung
Muskeln können monocephal, zweiköpfig, dreiköpfig, tetracephal, gefiedert, semipennat oder dentat sein.
Dynamische und statische Muskelarbeit
Die Muskelarbeit kann dynamisch oder statisch erfolgen:
- Dynamisch: Die Muskelkraft wirkt auf die Ursprungs- und Ansatzpunkte der Knochen, wodurch eine Bewegung entsteht. Dabei unterscheidet man:
- Konzentrisch: Der Abstand zwischen Ursprung und Ansatz verkürzt sich.
- Exzentrisch: Der Abstand zwischen Ursprung und Ansatz verlängert sich.
- Statisch: Die Muskelkontraktion erfolgt ohne Bewegung.
Wichtige Muskelgruppen
- Trapezius: Stabilisator der Armmuskulatur.
- Latissimus dorsi: Schwenkt den Arm.
- Deltoideus: Hebt den Arm an.
- Bizeps: Musculus biceps brachii, Ellenbogenbeuger.
- Trizeps: Musculus triceps brachii, Ellenbogenstrecker.
- Pectoralis: Adduktor der Armmuskulatur.
- Bauchmuskeln (Abdominal): Rumpfbeuger und Hüftbeuger.
- Gesäßmuskeln (Glutaeus) und Lendenmuskulatur: Hüftstrecker und Rotatoren.
- Adduktoren: Adduktoren des Oberschenkels.
- Quadrizeps: Kniestrecker.
- Bizeps femoris: Kniebeuger.
Aufbau der Wirbelsäule
Die Wirbelsäule besteht aus 7 Halswirbeln (zervikal), 12 Brustwirbeln (thorakal), 5 Lendenwirbeln (lumbal), 5 Kreuzbeinwirbeln, die das Kreuzbein bilden, und 3 bis 4 Steißbeinwirbeln.
Bewegungen der Wirbelsäule und Gelenke
- Wirbelsäule: Flexion, Extension, Rotation (Axialrotation) und Lateralflexion (besonders in der Lendenwirbelsäule, LWS).
- Schultergürtel und Arm: Protraktion (Vorführen des Arms nach vorne), Retraktion (entgegengesetzte Bewegung), Abduktion (Abspreizen des Arms), Adduktion (Heranführen des Arms), Innen- und Außenrotation.
- Hüfte: Extension, Flexion, Abduktion, Adduktion, Außen- und Innenrotation.
- Ellenbogen und Unterarm: Beugung und Streckung sowie Pronation und Supination (Drehbewegung von Radius um Ulna, Hand passiv).
Aufbau und Mobilität des Kniegelenks
Das Skelett des Unterschenkels besteht aus der robusten Tibia (Schienbein) auf der Innenseite und der Fibula (Wadenbein) auf der Außenseite. Das Kniegelenk wird aus dem distalen Femur (Oberschenkelknochen) und der proximalen Tibia gebildet, deren Gelenkflächen als Tibiaplateau bezeichnet werden. Zwischen beiden liegen die halbmondförmigen fibrocartilaginären Menisken.
Das Kniegelenk ist vorne durch eine Gelenkkapsel verschlossen, in die die Patella (Kniescheibe) eingreift. Seitlich wird es durch die Seitenbänder stabilisiert, im Inneren durch die Kreuzbänder sowie die starken Sehnen des Kreuzes.
Das Kniegelenk ist ein Scharniergelenk mit einer einzigen Hauptachse, um die Beugung und Streckung erfolgen. Bei gebeugtem Knie sind zusätzlich kleine Rotationsbewegungen nach innen und außen möglich.